Wien (SID) - Österreichs Fußball-Bund (ÖFB) erwägt offenbar einen personellen Neubeginn für seine Nationalmannschaft. Nach dem fast sicheren Scheitern in der WM-Qualifikation und dem bereits beschlossenen Abgang von Nationaltrainer Marcel Koller im Anschluss an die letzten beiden Qualispiele im Oktober droht auch Sportdirektor Willi Ruttensteiner das Aus. 

Wie die Kronen-Zeitung berichtete, sei der 54-Jährige innerhalb des ÖFB-Präsidiums massiv in die Kritik geraten. Ruttensteiner bestätigte dies gegenüber dem Blatt: "Die Heftigkeit der Diskussion über meine Person überrascht mich."

ÖFB-Präsident Leo Windtner, der als enger Vertrauter Ruttensteiners gilt, räumte ein: "Natürlich sind die Komponenten Trainer, Erfolg und Sportdirektor eng miteinander verknüpft."

Bei den Attacken gegen Ruttensteiner gehe es auch um persönliche Eitelkeiten, ergänzte er: "Betreffend Koller hat es eine intensive, aber sachliche Diskussion gegeben, ob man ihm die sportliche Wende zutraut. Aber bei Ruttensteiner ging's in alle Richtungen. Manche Landespräsidenten fühlen sich von ihm auch verletzt." Ruttensteiner gilt allerdings neben Koller als einer der Väter des zwischenzeitlichen Aufschwungs im Nationalteam.