Lausitzring (SID) - Matthias Dolderer, Weltmeister im Red Bull Air Race, ist bei seinem Heimspiel am ausverkauften Lausitzring weit unter den Erwartungen geblieben. Der 47-Jährige aus Tannheim wurde beim Sieg des Japaners Yoshihide Muroyanur nur Zwölfter. "Natürlich ist die Enttäuschung riesig. Vor so einer Megakulisse, so vielen Fans zu fliegen und dann in der ersten Runde mit einem Pylon-Hit auszuscheiden, ist ärgerlich", sagte Dolderer. 

Schon vor der vorletzten WM-Station stand fest, dass Dolderer seinen Titel nicht mehr erfolgreich verteidigen kann. Muroyanur gewann vor Matt Hall (Australien) und WM-Spitzenreiter Martin Sonka (Tschechien). Beim Finale am 14./15. Oktober in Indianapolis/USA haben noch vier Piloten die Chance, Weltmeister zu werden: Sonka (63 Punkte), Muroyanur (59), Pete McLeod (Kanada/56) und Kirby Chambliss (USA/52). Dolderer (27) ist Achter. 

Dolderer traf in der ersten K.o.-Runde auf den Spanier Juan Velarde, musste auf dem Weg zu Gate sieben leicht korrigieren, touchierte einen Pylon und kassierte drei Strafsekunden. "Es war unser eigener Fehler. Es ist einfach nicht mein Jahr, aber jetzt konzentrieren wir uns auf das finale Rennen in Indianapolis", sagte der Lokalmatador.

Der Lausitzring war nach 2010 und 2016 zum dritten Mal Austragungsort des Red Bull Air Race. Am gesamten Rennwochenende kamen 30.000 Zuschauer.