Tokio (SID) - Die Organisatoren der Olympischen Spiele 2020 in Tokio drücken weiter kräftig auf die Kostenbremse. Ein Mitglied des Organisationskomitees sagte der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag, dass durch Umplanungen die aus dem Ufer gelaufenen Kosten für olympische Neubauten um umgerechnet weitere 310 Millionen Euro auf nun 1,37 Milliarden Euro gekürzt worden seien. 

Zu den Einsparungsmaßnahmen gehörte auch die Umplanung der Bestuhlung in einigen Arenen von fest installierten auf günstigere temporäre Sitzschalen.

Seit Sommer 2016 müssen die Organisatoren von Tokio 2020 einen rigiden Sparkurs fahren. Damals hatte eine Untersuchung der neuen Gouverneurin Yuriko Koike ergeben, dass sich die ursprünglich geplanten Gesamtkosten der Spiele mehr als vervierfacht hätten - auf etwa 25 Milliarden Euro. Auch das Internationale Olympische Komitee (IOC) verlangte von den Ausrichtern verstärkte Sparmaßnahmen, weil es fürchtete, dass das Beispiel Tokio künftige Bewerber abschrecken könnte. Mittlerweile soll das Budget wieder auf gut 11 Milliarden Euro gesenkt worden sein.