Amsterdam (SID) - Box-Superstar Anthony Joshua kann sich ein Duell gegen WBA-Weltmeister Manuel Charr vorstellen. "Warum nicht?", sagte der britische Schwergewichts-Champion dem SID am Rande eines Pressetermins des Sportartikelherstellers Under Armour in Amsterdam: "Es gibt viele Leute, die mich herausfordern wollen. Wenn sich die Gelegenheit bieten würde, gegen ihn zu boxen, wäre das etwas, das ich sehr ernst nehmen würde."

Joshua ist Weltmeister des Verbandes IBF und gleichzeitig Superchampion der WBA. Ein Titel, der dem von Charr übergeordnet ist. Zuletzt hatte WBC-Weltmeister Deontay Wilder (USA) die Bedeutung von Charrs Gürtel heruntergespielt. Der Kölner Charr hatte im November den vakanten WBA-Titel gegen den Russen Alexander Ustinow errungen und danach mit einer Posse um einen nicht vorhandenen deutschen Pass für Aufsehen gesorgt.

Einem Kampf in Deutschland steht Joshua, der seine 20 Profikämpfe allesamt in Großbritannien vorzeitig gewonnen hat, ebenfalls offen gegenüber. "Ich war mal mit Wladimir Klitschko für eine Pressekonferenz da und es wurde super angenommen. Vielleicht können wir so etwas mal wiederholen. Und Klitschko würde vorbeikommen und den Kampf promoten. Vielleicht ja gegen einen Charr."

Für 2018 peilt Joshua jedoch zunächst eine Titelvereinigung mit den übrigen Weltmeistern Joseph Parker (Neuseeland/WBO) und Wilder an. Besonders der ebenfalls noch unbesiegte Wilder (38 K.o. in 39 Kämpfen) hatte zuletzt vehement auf einen Fight gegen Joshua gedrängt.

"Es könnte nächstes Jahr passieren. Die Chancen dafür stehen gut. Aber eins nach dem anderen", sagte Joshua, der die Provokationen Wilders locker nahm: "Natürlich sagt er das. Er würde der Öffentlichkeit nicht erzählen, dass er verliert. Aber so einfach ist es nicht."