Brüssel (dpa) - Zum Auftakt des EU-Gipfels hat Kanzlerin Angela Merkel die Vorschläge von EU-Ratspräsident Donald Tusk zur Flüchtlingspolitik als unzureichend kritisiert. Eine selektive Solidarität könne es unter europäischen Mitgliedstaaten nicht geben, sagte Merkel. Sie bezog sich dabei auf den Streit um eine gerechtere Verteilung von Flüchtlingen auf die einzelnen Mitgliedstaaten. Tusk hatte das bisherige System der Flüchtlingsquoten als "ineffektiv" bezeichnet. Einige Länder weigern sich, den EU-Beschluss zur Umverteilung und Aufnahme von Flüchtlingen umzusetzen.