Carezza (SID) - Snowboarderin Ramona Hofmeister (Bischofswiesen) ist ein beinahe perfekter Start in den olympischen Winter gelungen. Beim ersten Parallel-Riesenslalom der Saison im italienischen Carezza verpasste die Junioren-Weltmeisterin von 2016 als Zweite nur knapp den ersten Weltcup-Sieg ihrer Karriere. Sie erfüllte damit zugleich die nationale Qualifikationsnorm für die Olympischen Spiele.

Im Finale unterlag Hofmeister der amtierenden Weltmeisterin Ester Ledecka (Tschechien), die in Pyeongchang auch in den alpinen Ski-Rennen an den Start gehen will. Im Halbfinale hatte sich Hofmeister gegen ihre Vereinskollegin Carolin Langenhorst durchgesetzt. Auch sie hat die Norm für Olympia damit erfüllt.

"Ich bin überwältigt, einfach fassungslos. Das kommt alles sehr überraschend", sagte Hofmeister nach ihrem besten Ergebnis im Weltcup. Nach der geschafften Norm könne sie die nächsten Rennen "befreiter" angehen. Langenhorst war "mega happy. Jetzt ist der erste Olympiadruck weg, auch wenn man in unserem starken Team bestimmt nochmal nachlegen muss, um in Südkorea dabei zu sein."

Selina Jörg (Sonthofen) und Routinier Patrick Bussler (Aschheim) schieden in ihren Achtelfinalläufen aus. Durch das Erreichen der K.o.-Runde haben sie die Norm für die Olympischen Spiele aber zur Hälfte erfüllt. Am Vortag hatte im französischen Val Thorens Paul Berg (Konstanz) das Weltcup-Rennen im Snoboardcross gewonnen.

Auch die Snowboarder müssen eine Platzierung unter den ersten Acht oder zwei unter den ersten 15 im Weltcup nachweisen. Ihre Teilnahme an den Spielen ist darüber hinaus allerdings davon abhängig, ob sie in der Weltrangliste unter den besten 32 stehen.