Teheran (AFP) Tausende wegen Drogendelikten verurteilte Iraner entgehen der Todesstrafe. Der Leiter der iranischen Justizbehörden, Ayatollah Sadegh Laridschani, habe die Aussetzung der Todesstrafe und eine Überprüfung der Fälle angeordnet, berichtete die justiznahe Nachrichtenseite Mizanonline am Mittwoch. Betroffen von der im August vom Parlament verabschiedeten Lockerung des Anti-Drogengesetzes seien rund 5000 zum Tode verurteilte "Drogenhändler", berichtete die Zeitung "Iran". Voraussichtlich würden die Todesstrafen in Haftstrafen zwischen 25 und 30 Jahren umgewandelt.