Dessau - Wie die Staatsanwaltschaft Dessau und das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen-Anhalt mitteilten, wurden bei einer Durchsuchung der Wohnung des Verdächtigen "eine nicht unerhebliche Menge unterschiedlicher Stoffe mit teilweise explosiven Eigenschaften" gefunden. Die Beamten entdeckten zudem Vorrichtungen, mit denen eine Explosion hätte ausgelöst werden können. Die Menge der Stoffe wäre nach ersten Ermittlungen ausreichend gewesen, "bei einer Explosion Leib und Leben von Menschen erheblich zu schädigen".

Bei dem Beschuldigten handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um einen Deutschen aus dem Umland von Bitterfeld. Er war am Donnerstag vorläufig festgenommen worden. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

Die Ermittler kamen dem Mann durch Hinweise einer Zeugin auf die Spur, die aus der Wohnung des Verdächtigen einen stechenden Geruch wahrgenommen hatte. Spezialisten der Abteilung Staatsschutz des LKA nahmen die Ermittlungen auf. Bei der Wohnungsuntersuchung stießen die Beamten dann auf die verdächtigen Materialien. Laut LKA steht die Auswertung der beschlagnahmten Stoffe und Vorrichtungen erst am Anfang. Das Motiv des Tatverdächtigen und die Hintergründe waren zunächst noch unklar. (tso/AFP)

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