Bremen - Bereits am zweiten Spieltag der Fußball-Bundesliga kommt es am Samstag (alle Spiele 15.30 Uhr, live bei Arena) für die drei Titelkonkurrenten von Meister FC Bayern München zu richtungsweisenden Partien. Das Topspiel steigt dabei im Weserstadion, wo Vize-Meister Werder Bremen die Werkself von Bayer 04 Leverkusen empfängt. Auf den Hamburger SV und den FC Schalke 04 warten die vermeintlich leichten Aufgaben bei den Aufsteigern FC Energie Cottbus und Alemannia Aachen. In den weiteren Partien kommt es zu den Duellen zwischen Hertha BSC Berlin und Hannover 96, Borussia Dortmund und dem FSV Mainz 05 sowie Eintracht Frankfurt und dem VfL Wolfsburg.

Topspiel Werder gegen Bayer

Geht es nach den Gästen, ist die Partie in Bremen, auch wenn es um die Tabellenführung geht, kein Topspiel. Denn Bayer strebt lediglich die UEFA-Cup-Qualifikation an. Dagegen spricht Werder offen von der Meisterschaft. In Sachen Einsatzwillen und Moral ist man auf einem guten Weg. Trotz Rückstands siegte man in Hannover 4:2. Die Offensive bleibt die Trumpfkarte, zumal sich Diego als Nachfolger von Regisseur Johan Micoud glänzend einführte. Probleme hat Trainer Thomas Schaaf in der Defensive. Da Naldo ausfällt und Neuzugang Per Mertesacker noch nicht fit ist, steht mit Petri Pasanen nur ein Innenverteidiger bereit. Außerdem sind Daniel Jensen und Mohamed Zidan fraglich.

Leverkusen startete furios mit einem 3:0-Sieg gegen den überforderten Aufsteiger aus Aachen. Das Gerede vom Geheimfavoriten stößt bei Bayer aber noch auf taube Ohren. Immerhin sieht man die Partie beim Vize-Meister als Prüfstein des eigenen Leistungsstandes. Vor allem das bereits gut eingespielte aber noch torlose neue Sturmduo Sergej Barbarez und Stefan Kießling steht unter besonderer Beobachtung. Verzichten muss Trainer Michael Skibbe auf den Rot-gesperrten Mittelfeldspieler Marko Babic und den verletzten Innenverteidiger Roque Junior.

HSV ist gefordert

Der HSV wandelt am Rande eines Fehlstarts. Nur 1:1 trennte man sich zu Hause von Arminia Bielefeld. Dabei präsentierte sich der Angriff lange Zeit als laues Lüftchen. Auch deshalb ist ein Sieg in der Lausitz Pflicht. Trainer Thomas Doll muss seine Defensive umstellen. Definitiv passen muss Thimothée Atouba. Mit großer Wahrscheinlichkeit fehlt auch der neue Abwehrchef Vincent Kompany. Khalid Boulahrouz ist zumindest fraglich. Rückkehrer Cottbus bot beim 0:2 in Mönchengladbach eine gute Leistung, scheiterte aber an der mangelhaften Chancenverwertung. Die Offensive ist die Problemzone von Coach Petrik Sander. Francis Kioyo und Lawrence Aidoo sind dort gesperrt.

Auch Schalke steht nach dem 1:1 zum Auftakt gegen Frankfurt unter Zugzwang. Dabei sind die Sorgen von Coach Mirko Slomka eher mentaler Natur. Seine Offensive überbot sich im Auslassen von Chancen und konnte selbst einen Elfmeter nicht nutzen. Schwer wiegt der Ausfall von Keeper Frank Rost. Ausgerechnet auf dem Tivoli muss der erst 20-jährige Manuel Neuner nun seine Feuertaufe bestehen. Dort ist nicht Spielkultur sondern Kampfeswillen gefragt. Genau damit will die Alemannia die 0:3-Pleite von Leverkusen vergessen machen. Verzichten muss Trainer Mirko Slomka auf den gesperrten Stammkeeper Kristian Nicht.