Medien: Schwarzes Jahr für Journalisten

Das Jahr 2006 war eines der folgenschwersten für Journalisten - in insgesamt 21 Ländern wurden 81 Medienvertreter in Ausübung ihres Berufes getötet. Das geht aus einer Bilanz der Hilfsorganisation "Reporter ohne Grenzen" hervor.

Paris - Nach der Bilanz war die Zahl der getöteten Journalisten so hoch wie seit dem Jahr 1994 (103) nicht mehr und lag deutlich über den 63 Toten des Vorjahres. Zudem seien 56 Journalisten entführt worden, überwiegend im Irak und im Gazastreifen, teilte "Reporter ohne Grenzen" mit. Insgesamt kamen auch 32 Mitarbeiter von Medien - Fahrer, Übersetzer und Techniker - ums Leben. Deren Zahl lag erheblich über den fünf Toten im Jahr 2005.

Im vierten Jahr hintereinander war der Irak das gefährlichste Land für die Medien. Dort kamen insgesamt 64 Journalisten und Mitarbeiter um, gefolgt von Mexiko (9) und den Philippinen (6). Im Laufe des Jahres 2006 wurden nach den Angaben von "Reporter ohne Grenzen" mindestens 871 Journalisten festgenommen, 1472 angegriffen oder bedroht und 912 Medien zensiert. (tso/dpa)

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