Melbourne - Der Hamburger gewann am Montag 4:6, 6:3, 6:2, 6:3 gegen Nalbandian. Nächster Gegner ist am Mittwoch entweder der Tscheche Tomas Berdych oder der Russe Nikolai Dawidenko. An beide hat Haas keine gute Erinnerungen: Gegen Dawidenko ist er noch sieglos und unterlag zuletzt im Viertelfinale der US Open, gegen Berdych verlor Haas im vorigen Jahr hauchdünn in der dritten Runde von Wimbledon.

"Ich weiß, was auf mich zukommt. Heute bin ich wirklich sehr zufrieden damit, wie ich gespielt habe", sagte Haas direkt nach dem Match. Gegen Nalbandian blieb der 28-Jährige auch im dritten Vergleich ungeschlagen, obwohl der Weltranglisten-Achte in Melbourne den besseren Start hatte. Haas leistete sich im ersten Durchgang zu viele Fehler, konnte diese Quote dann aber senken und bot nach seinem ersten Satzverlust im laufenden Turnier eine vorzügliche Leistung. Der Wahl-Amerikaner schlug erstklassig auf und drückte der Partie mit seinem druckvollen Spiel von der Grundlinie seinen Stempel auf. Nach dem Zwischenstand von 3:3 im zweiten Satz ließ sich Haas nicht mehr aufhalten und gewann elf der folgenden 13 Spiele.

Auch die fehlende Pause nach dem Drittrunden-Erfolg über Florian Mayer am Sonntag schien dem ältesten verbliebenen Spieler im Turnier nichts auszumachen. Nalbandian wirkte dagegen müde, nachdem er am Samstag fast vier Stunden auf dem Platz gestanden hatte und zum zweiten Mal im Turnierverlauf erst nach der Abwehr von Matchbällen gesiegt hatte. Nach 2:29 Stunden beendete Haas die Partie gleich mit seinem ersten Matchball und hat nun die Chance, zum dritten Mal nach 1999 und 2002 in das Halbfinale in Australien einzuziehen.

Erstmals unter den letzten Acht steht dort der Chilene Fernando Gonzalez nach dem 7:5, 6:4, 7:6 (7:4) gegen James Blake aus den USA. Gonzalez trifft nun entweder auf den Weltranglisten-Zweiten Rafael Nadal aus Spanien oder den Schotten Andy Murray.

Hingis trifft auf Clijsters

Bei den Damen treffen im Viertelfinale wie im Vorjahr die dreimalige Siegerin Martina Hingis und die frühere Weltranglisten-Erste Kim Clijsters aufeinander. Die Belgierin Clijsters siegte im Achtelfinale 6:1, 7:5 gegen Daniela Hantuchova und gewann auch den neunten Vergleich gegen die Slowakin. Hingis musste härter arbeiten, ehe das 4:6, 6:3, 6:0 gegen die Chinesin Na Li feststand. Im Vorjahr war die Schweizerin gegen Clijsters ausgeschieden.

Erstmals in einem Grand-Slam-Viertelfinale steht die Russin Anna Tschakwetadse nach dem 6:4, 6:1 über die Schweizerin Patty Schnyder. Die Moskauerin trifft nun in einem rein russischen Vergleich entweder auf die topgesetzte Maria Scharapowa oder Vera Zwonarewa. (tso/dpa)