Schwarzach - Raben arbeitete eng mit dem Regisseur Rainer Werner Fassbinder zusammen und schrieb unter anderem die Musik für Filme wie "Lili Marleen" oder das Fernseh-Epos "Berlin Alexanderplatz". Bei frühen Werken Fassbinders engagierte er sich auch als Produzent. Raben hat auch die Musik zu dem Film "2046" von Wong Kar-Wai verfasst und war im vergangenen Oktober von der "World Soundtrack Academy" für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden.

Schon seit den 60er Jahren arbeiteten Fassbinder und Raben als Schauspieler im Münchner Ensemble "Antiteater" zusammen. Seit den 70er Jahren komponierte Raben dann auch für Theater-Inszenierungen von Peter Zadek oder Claus Peymann. Neben der Tätigkeit für Film und Theater verfasste er auch Chansons. Für die Sängerin Ingrid Carven vertonte er Texte von Fassbinder und Hans Magnus Enzensberger.

Ein Schlaganfall im Jahr 1993 zwang den Komponisten zu einer Schaffenspause. Er zog sich in seine niederbayerische Heimat zurück. Im kleinen Ort Viechtafell im Landkreis Regen war er als Wilhelm Rabenbauer 1940 geboren worden. In den vergangenen Jahren und bis kurz vor seinem Tod arbeitete er jedoch erneut an Kompositionen. Erst Ende 2005 gründete er in München die "Werkstatt Raben". Dort entwickelte er gemeinsam mit den beiden jungen Komponisten Florian Moser und Michael Emanuel Bauer die Musik für Kino- und Fernsehfilme, Theater und Werbung. Zuletzt arbeitete Raben an mehreren Spielfilmproduktionen und an einer Fortsetzung des berühmten Musicals "Phantom der Oper". (tso/dpa)

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