Wuppertal/Köln - Geschäftsräume der GEZ in Köln-Bocklemünd sowie acht Privatwohnungen seien am Dienstagmorgen durchsucht worden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Alfons Grevener. Die GEZ kündigte an, die Ermittlungen zu unterstützen und alle geforderten Unterlagen zur Verfügung zu stellen.

Laut Staatsanwaltschaft soll die GEZ bei einer Firma aus der IT-Branche Produkte eingekauft haben. Vor Abschluss des Vertrages in zweistelliger Millionenhöhe seien GEZ-Mitarbeiter mit Geldzuwendungen in Höhe von mehreren tausend Euro sowie mit Einladungen zu Sportveranstaltungen oder Bordellbesuchen bestochen worden.

Mindestens zehn Verdächtige

Auch gegen Mitarbeiter einer Kölner Versicherung und zwei IT-Firmen aus Aachen und Düsseldorf werde ermittelt, sagte der Sprecher. Derzeit gebe es zehn Beschuldigte, "die Zahl ist aber nach oben offen". Die Ermittlungen dauerten an.

Laut GEZ wird derzeit gegen zwei ihrer Mitarbeiter und einen ehemaligen Beschäftigten ermittelt. Die Ermittlungsverfahren richteten sich gegen Einzelpersonen und nicht gegen die Institution GEZ oder den Einzug der Rundfunkgebühren, betonte die Behörde. Nach den GEZ-Regeln dürfe es bei Beschaffungen keine Bevorzugung von Auftragnehmern geben. Aufträge für Dienst- und Sachleistungen würden im Wettbewerb vergeben. (tso/ddp)

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