Branscombe - Nach Angaben des Chefs der Bergungsarbeiten, Robin Middleton, wird es eine Woche dauern, das Öl zu entfernen. Danach werde viel Zeit benötigt, um die am Bord verbliebenen Container zu entladen. Middleton korrigierte anfängliche Angaben, wonach in den vergangenen Tagen 200 Tonnen Öl ins Meer ausliefen. Eine genaue Überprüfung habe ergeben, dass es 60 Tonnen gewesen seien. "Wir denken und wir hoffen, dass kein weiteres Öl mehr ausläuft", fügte er hinzu. Derzeit könne dies aber noch nicht endgültig bestätigt werden. Zum Abpumpen des Öls traf unterdessen ein zweiter Öltanker vor der Küste von Devon ein. Nach Angaben der Küstenwache befanden sich in den Tanks an Bord des Frachters noch etwa 3500 Tonnen giftiges Schweröl und Diesel.

Die "MSC Napoli" war am Donnerstag im Ärmelkanal während des Orkans "Kyrill" in Seenot geraten, die Besatzung wurde mit Hubschraubern an Land gebracht. Aus Sorge, das 275 Meter lange Schiff könnte auseinanderbrechen, wurde es am Samstag im seichten Gewässer vor der Ortschaft Branscombe kontrolliert auf Grund gesetzt. Nach einem erneuten Sturm am Samstagabend bekam der Frachter 30 Grad Schlagseite. Rund 200 der fast 2400 Container fielen ins Meer, darunter auch drei der 158 geladenen Container mit gefährlichen Chemikalien. Dutzende von ihnen wurden an die Strände gespült. (tso/AFP)

mehr Nachrichten »