Salt Lake City/Philadelphia - In der Einkaufsmeile seien fünf Menschen gestorben, berichtete die Zeitung "Salt Lake Tribune" in ihrer Internetausgabe. Auch der Todesschütze kam bei dem Blutbad ums Leben. Nach Polizeianagaben wurde er von zwei Beamten erschossen. Mehrere Menschen wurden mit Verletzungen in Krankenhäuser gebracht, vier schwebten in Lebensgefahr, hieß es weiter. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar.

Nach Augenzeugenberichten hatte der mit einem dunklen Trenchcoat bekleidete Mann gegen 19 Uhr offenbar wahllos aus einem Gewehr das Feuer auf die Besucher des Einkaufszentrums eröffnet. Augenzeugen hörten dutzende Schüsse und berichteten von Panik und Chaos in der belebten Passage der "Trolley Square Mall" im Zentrum von Salt Lake City. Einige Passanten verbarrikadierten sich in Geschäften. Eine Verkäuferin hatte sich hinter einem Regal versteckt, von dort aus musste sie zusehen, wie eine junge Frau erschossen wurde. "Sie lief schreiend um die Ecke, als der Mann wortlos auf sie schoss", sagte die Angestellte Marie Smith der Zeitung.

Noch zwei Stunden nach der Bluttat hätten sich verängstigte Besucher in dem Einkaufszentrum aufgehalten, bestätigte ein Polizeisprecher. Der Bürgermeister der Stadt sagte, es handle sich um einen Einzelfall, die Zahl der Schwerverbrechen in der Stadt habe in den vergangenen 14 Jahren stetig abgenommen.

Streit bei Vorstandstreffen

Bei einem weiteren Amoklauf in Philadelphia hat ein Mann während einer Vorstandssitzung drei Männer erschossen und anschließend sich selbst. Nach Polizeiangaben wurde ein weiterer Mensch schwer verletzt. Zu der Tat kam es nach ersten Erkenntnissen während eines Vorstandstreffens in einer Investment-Firma. Wie der US-Fernsehsender CNN berichtete, geht die Polizei davon aus, dass es sich bei dem Täter um einen Investor handelt. "Er hatte sich offensichtlich über etwas aufgeregt, was in der Firma los war", sagte ein Sprecher. Er sei mit Mitgliedern des Vorstands bei dem Treffen aneinander geraten. (tso/dpa)

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