Banja Luka - Die Regierung drücke ihr "tiefstes Bedauern" für die an Nicht-Serben begangenen Kriegsverbrechen aus, hieß es in einer Erklärung. Die Verfasser forderten die führenden Kräfte der Muslime und Kroaten auf, sich ebenfalls zu entschuldigen, um eine bessere gemeinsame Zukunft zu ermöglichen. Die Republik Srbska ist eine von zwei Teilrepubliken des Föderationsstaates Bosnien-Herzegowina.

Der Internationale Gerichtshof (IGH) hatte das Nachbarland Serbien am Montag vom Vorwurf des Völkermords im Bosnienkrieg freigesprochen. Lediglich das 1995 von bosnischen Serben verübte Massaker in Srebrenica erfülle den Tatbestand des Völkermords. Serbien könne dafür aber nicht direkt verantwortlich gemacht werden, befand das Gericht.

Derweil erklärte der Ministerpräsident der Serbenrepublik, Milorad Dodik, er wolle den ehemaligen Bosnien-Beauftragten der Vereinten Nationen, Paddy Ashdown, wegen Menschenrechtsverletzungen strafrechtlich verfolgen. Eine Gruppe von Anwälten bereite eine Anzeige gegen den Briten vor. Dodik begründete den Schritt mit einem Urteil des bosnischen Verfassungsgerichts, demzufolge die Entlassung des ehemaligen Parlamentspräsidenten Dragan Kalinic durch Ashdown im Jahr 2004 eine Menschenrechtsverletzung darstellte. Ashdown war vom Mai 2002 bis Juni 2005 UN-Beauftragter für Bosnien. (tso/AFP)

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