Trier - Mehrere überregionale Straßen und die Schifffahrt blieben nach Angaben des Hochwassermeldezentrums gesperrt. In Trier wurde ein Pegelstand von 8,30 bis 8,50 Metern erwartet. Die normalen Werte liegen dort bei 2,80 bis 3,00 Metern. Mit noch höheren Wasserständen werde aber vorerst nicht gerechnet, "weil kein weiterer Regen gemeldet ist", teilte eine Sprecherin des Hochwassermeldezentrums Mosel in Trier mit.

Der Bürgermeister des Moselortes Kesten, Valentin Zimmer (CDU), sagte, er hoffe sehr, dass es in Trier nicht zu einem Pegelstand von mehr als 8,50 Metern komme. "Denn dann würde in Kesten das Wasser auch von oben in die Keller hineinlaufen. Da nützen Pumpen nichts mehr." Bei weiteren Regenfällen würden die Wasserstände der Mosel sofort weiter steigen: Nach den vielen Niederschlägen der vergangenen Tage sei der Boden sehr feucht und könne kein Wasser mehr aufnehmen, erklärte der Bürgermeister. Zudem hätten auch die Nebenflüsse der Mosel hohe Wasserstände. Einige Moselgemeinden hatten schon vor dem Wochenende mobile Wände zum Schutz vor den Wassermassen aufgebaut, beispielsweise Oberbillig.

Schifffahrt wohl erst wieder am Montag

Die Schifffahrt auf der Mosel wird nach Angaben des Hochwassermeldezentrums erst wieder freigegeben, wenn der Pegelstand in Trier auf 6,95 Meter gesunken ist. Diese dauere wohl mindestens bis zu diesem Montag.

Auch für andere Flüsse blieben die Hochwassermeldezentren in Alarmbereitschaft. Der Regen der vergangenen Tage hatte ebenso die Wasserstände von Rhein, Nahe, Glan und Saar steigen lassen. Am Mittelrhein wurde der Scheitel der anschwellenden Wassermassen für Montag erwartet. (tso/dpa)

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