Kranjska Gora/Slowenien - Der 29-jährige Österreicher gewann den Weltcup-Riesenslalom im slowenischen Kranjska Gora, übernahm die Führung in der Disziplinen-Wertung und rückte im Gesamtweltcup bis auf drei Punkte an Aksel Lund Svindal aus Norwegen heran. "An den Gesamtweltcup will ich gar nicht denken, sondern nur von Rennen zu Rennen", sagte Raich, der am Samstag bei seinem 27. Sieg im Ski-Weltcup um 0,55 Sekunden vor dem Kanadier Francois Bourque lag.

Felix Neureuther schied als einziger deutscher Starter nach guter Zwischenzeit im ersten Lauf vier Tore vor dem Ziel aus. "Ich war wie bei jedem Riesenslalom gut unterwegs, habe aber leider nicht die Sicherheit wie im Slalom", sagte der 22-Jährige Partenkirchener. Damit verpasste er im Riesenslalom das Weltcup-Finale Mitte März in Lenzerheide. "Das war schon ein großes Ziel", sagte Neureuther und hofft auf eine Top-Platzierung im Slalom an diesem Sonntag.

Durch Rang vier hinter Massimiliano Blardone aus Italien verteidigte Weltmeister Svindal mit 868 Punkten seine Spitzenposition im Kampf um die Gesamtwertung. Im Disziplinen-Weltcup liegt Raich vor dem Finalrennen mit 319 Punkten vor Svindal (316) und Blardone (300).

"Vier Tore vor Ziel, das ist natürlich bitter"

Wie bereits beim WM-Riesenslalom im schwedischen Are war Slalom-Spezialist Neureuther gut unterwegs. Doch kurz vor dem Ziel verlor der Team-Weltmeister von 2005 von das Gleichgewicht und stürzte. "Vier Tore vor Ziel, das ist natürlich bitter", sagte er. Für den Slalom rechnet sich Neureuther nach seinem zweiten Platz vor einer Woche in Garmisch-Partenkirchen einiges aus. "Ich bin topfit, der Hang ist mit dem Gudiberg vergleichbar. Also müsste mir das liegen", sagte er.

"Er ist gut drauf, hat aber wieder im letzten Abschnitt ein paar dumme Fehler gemacht", meinte Cheftrainer Werner Margreiter, dessen Vetrag zum Saisonende ausläuft. Erneut lehnte der Österreicher eine klare Aussage zu seiner Zukunft ab. "Das hängt von der Strategie in Führung ab", sagte Margreiter. Alpin-Sportdirektor Wolfgang Maier hatte nach der medaillenlosen WM die hohe Anzahl österreichischer Trainer und fehlende Erfolge bemängelt.

(Von Helen Scott-Smith, dpa)