Teheran/Damaskus - Hosseini äußerte sich widersprüchlich dazu, ob sein Land an der Bagdader Konferenz überhaupt teilnehmen werde. Auf welcher Ebene Iran dort vertreten sein werde, sei noch nicht entschieden. Teheran werde auch nur daran teilnehmen, wenn dies "zweckdienlich" sei.

Am Samstag hatte Hosseini laut dem Staatsfernsehen erklärt, die USA hätten Teheran in den vergangenen Monaten über verschiedene Kanäle Gespräche zur Lage im Irak vorgeschlagen. Die syrische Zeitung "Al-Baath", Sprachrohr der Regierungspartei, schrieb am Sonntag: "Was uns zuversichtlich stimmt hinsichtlich der Konferenz, ist die Anerkennung der Rolle anderer Länder. Das könnte die Grundlage sein für künftige Konsultationen, die den derzeitigen Hass und die Blockade durchbrechen könnten."

USA zu Gesprächen bereit

Nach jahrelanger Weigerung hatten sich die USA Anfang der Woche bereit erklärt, sich mit den als feindlich eingestuften Ländern Iran und Syrien am 10. März bei der Konferenz in Bagdad an einen Tisch zu setzen. Der Irak hat zu der Konferenz über Sicherheit, Zusammenarbeit und Aussöhnung die Nachbarländer, die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats sowie internationale Organisationen wie die EU und die Arabische Liga eingeladen.

Die USA, die vor 27 Jahren ihre diplomatischen Beziehungen zu Teheran abgebrochen hatten, lehnen jedoch weiter direkte Gespräche mit Iran und Syrien ab. In den vergangenen Wochen hat die US-Regierung Iran vorgeworfen, Terroristen und Aufständische gegen die US-Truppen im Nachbarland Irak zu unterstützen. Auch Syrien wurde beschuldigt zuzulassen, dass Extremisten in den Irak einsickern. Der Irak will im März und April insgesamt zwei internationale Irak-Konferenzen ausrichten. Syrien und Iran hatten zuvor beide ihre Teilnahme zugesagt.

(tso/dpa)

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