Berlin - Für Berlin würde die geplante Senkung der Steuern für Körperschaften einen Steuerausfall von jährlich rund 200 Millionen Euro bedeuten, sagte SPD-Landes- und Fraktionschef Michael Müller dem Tagesspiegel. "Das macht die Konsolidierungsbemühungen des Landes zunichte." Auch aus Gründen der Steuergerechtigkeit lehne er die geplante Reform ab. Den Bürgern würde viel abverlangt. So sei die Pendlerpauschale gekürzt und die Mehrwertsteuer gehöht worden. Für die Unternehmen aber habe es schon unter Rot-Grün Entlastungen gegeben, fügte Müller hinzu.

Auch ein Kompromissvorschlag des saarländischen SPD-Landeschefs Heiko Maas wolle er nicht mittragen. Demnach soll die Steuerentlastung für Unternehmen nicht wie geplant von derzeit knapp 40 auf unter 30 Prozent sinken, sondern zunächst nur um fünf Prozentpunkte. (tso/dpa)

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