Berlin - Das Team von Ex-Bundestrainer Hans Zach gewann am 52. Spieltag der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) zuhause 5:2 gegen den direkten Konkurrenten Frankfurt Lions - und profitierte von der 2:3-Niederlage der Hamburg Freezers bei den Nürnberg Ice Tigers. Hamburg hatte Hannover erst am Freitag mit einem 4:2 vor dem letzten Vorrunden-Spieltag vom begehrten sechsten Platz verdrängt, verspielte diesen Vorteil aber. Meister Berlin enttäuschte nach der höchsten Saisonniederlage beim 1:7 in Nürnberg trotz des 3:2 gegen die Augsburger Panther, die mit nur noch 13 Spielern angetreten waren. Der scheidende Eisbären-Trainer Pierre Pagé schonte fünf Akteure und musste auf drei Verletzte verzichten. Nur noch statistische Bedeutung hatte auch der 7:1-Erfolg des Tabellen-Fünften Köln in Krefeld.

Platz zwei hinter Vorrunden-Primus Adler Mannheim und damit das Heimrecht im Fall der Halbfinal-Teilnahme sicherte sich Vizemeister DEG Metro Stars mit 5:2 gegen den ERC Ingolstadt, der noch auf Platz vier hinter Nürnberg zurück fiel. Die Franken treffen im Viertelfinale ab dem 16. März auf Hannover, Ingolstadt bekommt es mit Pokal-Finalist Kölner Haie zu tun. Um die letzten beiden freien Viertelfinal-Plätze spielen ab dem kommenden Freitag Hamburg gegen die Krefeld Pinguine und Frankfurt gegen Titelverteidiger Eisbären Berlin. Bereits zwei Siege genügen zum Einzug unter die letzten Acht.

Zach: "Jetzt geht es erst richtig los"

Zwei Tage nach der Pleite gegen Hamburg erwischte Hannover im vierten Heimspiel nacheinander einen Start nach Maß. Nikolaus Mondt traf nach nur 26 Sekunden, Nationalverteidiger Sascha Goc erhöhte vier Minuten später mit seinem 20. Saisontor. Frankfurt war nach dem Anschluss durch Michael Hackert (23.) wieder im Spiel. Eric Schneider (37.), Dan Lambert (41.) und Jason Ulmer (59.) machten jedoch alles klar, Peter Podhradsky (42.) verkürzte nur noch. "Die Mannschaft hat ausgezeichnet gekämpft, sie hat sich das verdient. Jetzt geht es erst richtig los", sagte Hannovers Coach Zach.

Hamburg nutzte zur selben Zeit in Nürnberg seine Chancen nicht. Colin Beardsmore (13.) und Andre Savage (16.) nur 32 Sekunden nach dem Ausgleich durch Alexander Barta brachten die Gastgeber nach dem ersten Drittel in Führung. Beardsmore (22.) baute den Vorsprung aus, Francois Fortiers (59.) Anschlusstreffer kam zu spät.

Aufsteiger Straubing auf Platz zwölf

Eine flotte Partie um Platz zwei gab es in Düsseldorf. Ingolstadts Führung durch Michael Waginger (4.) beantworteten Andy Schneider (5.) und Craig Johnson (12.) in Unterzahl, Yannic Seidenberg (15.) glich schnell wieder aus. Düsseldorfs Jung-Nationalspieler Robert Dietrich (34.) gelang erneut bei Unterzahl das 3:2, Charlie Stephens (37.) und Patrick Reimer (50.) entschieden die Begegnung.