Brüssel - In Deutschland machten sich sogar 89 Prozent der Befragten Sorgen, wie aus einer in Brüssel veröffentlichten Eurobarometer-Umfrage im Auftrag der EU-Kommission hervorgeht. In den 27 Mitgliedstaaten äußerten sich nur Spanier, Zyprer, Malteser und Griechen noch beunruhigter als die Deutschen.

Rund 83 Prozent der Europäer verlangten in der Umfrage die Einführung eines verbindlichen Anteils von erneuerbaren Energien am Energiemix. Auf EU-Ebene wehren sich jedoch mehrere Länder gegen eine Zielvorgabe, wonach erneuerbare Energien 20 Prozent des Verbrauchs der EU im Jahr 2020 decken sollen. Der deutsche EU-Ratsvorsitz hatte dies angestrebt. Zugleich sprachen sich fast zwei Drittel der EU-Bürger und der Deutschen gegen die Atomkraft aus.

Als einen Grund für den Klimawandel sehen rund 82 Prozent der Europäer und 86 Prozent der Deutschen die Energieproduktion und den -verbrauch an. Deswegen wollen rund 76 Prozent der EU-Bürger und 78 Prozent der Deutschen ihren Energieverbrauch verringern, indem sie das Licht ausschalten oder die Heizung drosseln. Zusätzlich achten 48 Prozent der Europäer und 52 Prozent der Deutschen bereits beim Kauf neuer Haushaltsgeräte auf einen geringen Energieverbrauch. Als besten Weg, dem Klimawandel zu begegnen, bezeichnen rund ein Drittel der Europäer gemeinsame Maßnahmen der EU. (tso/dpa)

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