Paris - Nach Angaben seiner Angehörigen starb Brialy am Mittwoch in Paris an den Folgen einer langen Krankheit. In der "Nouvelle Vague" (Neue Welle) brachte ihm 1959 Claude Chabrols "Les cousins" (Schrei, wenn Du kannst) den internationalen Durchbruch. Tragende Nebenrollen verkörperte er in "L'Annee Sainte" (Zwei scheinheilige Brüder) neben Jean Gabin oder in Patrice Chereaus "La reine Margot" (Die Bartholomäus-Nacht).

Seit Anfang der siebziger Jahre betätigte sich Brialy auch mit wechselndem Erfolg als Regisseur. Für sein Erstlingswerk "Eglantine" erhielt er 1971 in San Sebastian den Regiepreis. Es folgten "Les volets clos" (1972) oder "Un amour de pluie" (1974) mit Romy Schneider und in den achtziger Jahren noch "Un bon petit diable".

Brialy wurde 1933 als Sohn eines Generals in Algerien geboren. Bereits als Fünfjähriger habe er bei einem Schulfest erstmals auf der Bühne gestanden, erinnerte er sich später. Gegen den Willen seiner Eltern, die für ihn eine Offizierslaufbahn vorgesehen hatten, nahm er heimlich in Straßburg Theaterunterricht. (tso/dpa)

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