Seattle - Der von den US-Ermittlern als "König des Spams" bezeichnete Besitzer einer Marketingfirma werde wegen Betrugs, Geldwäsche und Annahme falscher Identitäten angeklagt, teilte die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Washington mit. Dem Angeklagten drohen bis zu 65 Jahre Gefängnis und eine Geldbuße von bis zu 250.000 Dollar (rund 185.000 Euro). Zudem will die Justiz versuchen, Schadenersatz geltend zu machen. Spams seien eine "Plage des Internets" und der 27-Jährige einer ihrer schlimmsten Quellen, sagte Staatsanwalt Jeffrey Sullivan.

Der Angeklagte soll zwischen Herbst 2003 und Mai dieses Jahres zig Millionen unerbetene Mails versendet haben, um für Internet-Seiten zu werben, für die seine Firma arbeitete. Um unentdeckt zu bleiben, wechselte der Mann nach Erkenntnis der Staatsanwaltschaft regelmäßig seine Internet-Adressen und benutzte dafür auch Internetprovider in China. Im Datenkopf der E-Mails, dem "Header", habe er Adressdaten anderer Firmen eingesetzt, um selber nicht belangt werden zu können. (tso/AFP)

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