London - Im südlichen Afrika würden nur 12 Prozent der Männer und zehn Prozent der Frauen auf das Immunschwächevirus getestet und erhielten ihre Ergebnisse, teilten die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Aidsprogramm UNAIDS der Vereinten Nationen in London mit. Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen sollten daher aktiv Tests empfehlen, wenn etwas auf eine Infektion hindeutet.

In besonders betroffenen Regionen könne allen Patienten eine Untersuchung auf das Virus empfohlen werden. Alle Tests müssten jedoch freiwillig bleiben. Bisher sei ein Test davon abhängig, dass die Menschen ihn von sich aus anfordern. Aber unter anderem die Angst vor Stigmatisierung und Diskriminierung würde viele davon abhalten.

Werde die Infektion rechtzeitig bekannt, seien die Behandlungschancen größer. Auch würde die Gefahr eingedämmt, andere Menschen anzustecken. "Wenn nicht mehr getestet und beraten wird, wird der universelle Zugang zu HIV-Medikamenten, zu Pflege und Unterstützung nur ein hehres Ziel bleiben", sagte WHO-Aids-Direktor Kevin De Cock. (tso/dpa)

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