Eichstätt - Vize-Weltmeister Zabel sicherte sich in 4:31:07 Stunden den Sieg vor seinem Teamkollegen Sebastian Siedler aus Buchloe und dem Australier Stuart O'Grady aus dem dänischen CSC-Rennstall.

Bei der Siegerehrung in Eichstätt wurde Zabel von mehreren Hundert Fans frenetisch gefeiert. Am vergangenen Donnerstag hatte er mit seiner Beichte, 1996 das Blut-Doping-Mittel Epo genommen zu haben, für Furore gesorgt. Erst am Dienstag, einen Tag vor dem Start der 28. Bayern-Tour, hatte der Familienvater aus Unna von seinem Arbeitgeber Milram Grünes Licht für die Fortsetzung seiner Karriere bekommen. Mit seinem ersten Saisonsieg übernahm Zabel auch die Führung in der Gesamtwertung.

Fünf Tour-de-France-Teams dabei

Auf der abwechslungsreichen Etappe waren die fünf Ausreißer, die sich schon nach 22 Kilometern vom Hauptfeld abgesetzt hatten und zwischenzeitlich fast neun Minuten vorne lagen, 17 Kilometer vor dem Ziel gestellt worden. Ein weiterer Ausreißversuch von Thomas Rohregger (Team Elkhaus) und Frank Schleck (CSC) kurz vor der Ankunft blieb erfolglos. Im Spurt war Zabel einmal mehr nicht zu schlagen.

Mit Milram, T-Mobile, Gerolsteiner, CSC und Astana sind fünf Pro-Tour-Teams im Freistaat am Start. Neben Zabel wird das 117-köpfige Fahrerfeld von den deutschen Stars Andreas Klöden (Astana) und dem dreifachen Rundfahrtsieger Jens Voigt (CSC) angeführt. Nicht dabei ist der spanische Titelverteidiger José-Alberto Martinez Trinidad vom Team Agritubel. Die Rundfahrt endet am Sonntag nach insgesamt 765 Kilometern in Fürth. (tso/dpa)

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