Berlin - "Ich habe die politisch Verantwortlichen gebeten, mir bis nach dem Sommer Bedenkzeit zu geben", sagte Peymann. "Ich bin mir heute noch nicht ganz sicher, ob ich meinen Vertrag noch einmal um zwei weitere Jahre verlängern will", erklärte der Theaterdirektor, der am 7. Juni 70 Jahre alt wird.

"Für die Spielzeit 2008/2009 plane ich die Produktion beider Teile von Goethes "Faust". Die Inszenierung soll im BE, in einem großen Zelt auf dem Brecht-Platz und auf einem Schiff auf der Spree spielen. Die Aussicht - und Hoffnung - auf dieses Projekt gibt mir vielleicht die Kraft und den Mut, noch ein bisschen weiterzumachen."

Die deutschen Theater setzen nach Ansicht von Peymann zurzeit zu sehr auf Unterhaltung. "Das ganze Trash- und Videoclip-Theater mit seinen Kurzfassungen der großen Dramen führt zu einer Marginalisierung der Kunst und zum Zerstören der Schauspieler-Persönlichkeiten", sagte Peymann.

(tso/dpa)

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