In den USA ist eine Verschwörung zum Sturz der kommunistischen Regierung von Laos in Südostasien vereitelt worden. Die Polizei nahm in Kalifornien einen Amerikaner und neun Angehörige des laotischen Hmong-Volkes fest, teilten die Justizbehörden in Sacramento mit. Darunter war auch General Vang Pao (77), den der US-Geheimdienst CIA zu Zeiten des Vietnamkriegs als Kämpfer gegen die Kommunisten rekrutiert hatte. Das Außenministerium in der laotischen Hauptstadt Vientiane begrüßte die Festnahmen. "Die Festnahme dieser Gesetzesbrecher ist eine gute Nachricht für uns", sagte ein Sprecher des Außenministeriums.

Regierungsgebäude sollten dem Erdboben gleichgemacht werden

Die Männer hatten laut Anklage versucht, Gewehre, Granaten und Boden-Luft-Raketen zu kaufen. Der vermeintliche Waffenhändler war aber ein verdeckt arbeitender Polizist. Er nahm unter anderem Gespräche auf, in denen die Männer planten, die Regierungsgebäude in Vientiane dem Erdboden gleichzumachen. Sie wurden wegen Verschwörung und Verstoß gegen die Neutralität angeklagt. "Wir können nicht dulden, dass unser Land als Boden für Umsturzversuche im Ausland dient", sagte der stellvertretende Justizminister Kenneth Wainstein.

Die Hmong sind eine der größten ethnischen Minderheiten in Laos. Der US-Geheimdienst CIA hatte mehrere tausend Angehörige der Volksgruppe in den 60er und frühen 70er Jahren für seinen Geheimkrieg gegen die kommunistischen Guerillas im Land angeheuert. Tausende siedelten nach dem Ende es Vietnamkriegs in die USA über, darunter General Vang Pao. Die Führung in Vientiane wirft Vang seit Jahren vor, regierungsfeindliche Rebellen zu finanzieren. (mit dpa/AFP)

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