Der dänische Fußball-Nationalspieler Christian Poulsen hat einen Blackout als Auslöser für seinen Fausthieb gegen den Schweden Markus Rosenberg beim kurz darauf abgebrochenen EM-Qualifikationsspiel in Kopenhagen geltend gemacht. In einem TV-Interview sagte der 27-jährige Ex-Schalker und jetzige Spieler des FC Sevilla: "Ich kann mich an den Vorfall überhaupt nicht erinnern." Unmittelbar nach dem Platzverweis gegen Poulsen und der Verhängung eines Elfmeters für Schweden beim Stand von 3:3 hatte der deutsche Schiedsrichter Herbert Fandel die Partie abgebrochen, nachdem ein Zuschauer ihn auf dem Platz attackiert hatte.

Poulsen entschuldigte sich in dem ersten Interview seit dem Skandalspiel. "Ich würde mein Verhalten gerne ungeschehen machen, kann es aber nicht", sagte der Däne im TV-Sender DR. Er wolle auf jeden Fall weiter für die Nationalmannschaft spielen.

Noch eine Tätlichkeit und Rauswurf bis 2010 folgt

Zur Forderung von Dänemarks Justizministerin Lene Espersen nach seiner langfristigen Suspendierung durch Nationaltrainer Morten Olsen und Forderungen nach einer gerichtlichen Ahndung der Tat meinte Poulsen: "Ich werde die Uefa-Strafe auf mich nehmen. Was ansonsten so gesagt wird, weise ich zurück, Auch ich habe Gefühle und eine Familie, ich lasse mich nicht gerne von allen möglichen Leuten in den Dreck ziehen." Poulsen war nicht mit Dänemarks Nationalelf zu dem Mittwoch anstehenden Qualifikationsspiel gegen Lettland in Riga gefahren. Olsen hatte allen Nationalspielern bei Tätlichkeiten auf dem Platz mit dem Rauswurf bis 2010 gedroht. (Mit dpa)

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