Der Flugverkehr in Berlin wächst nicht mehr ganz so stark wie in den Vorjahren. Auf den Flughäfen Tegel, Schönefeld und Tempelhof wurden von Januar bis Juni rund 9,3 Millionen Passagiere abgefertigt, berichtete Flughafenchef Rainer Schwarz. Das waren 608.000 oder sieben Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2006. Von der ersten Jahreshälfte 2005 zum ersten Halbjahr 2006 hatte der Anstieg noch 765.000 Passagiere betragen, das entsprach einem Plus von 9,7 Prozent. Nach dem Rekord von 18,5 Millionen Reisenden im vorigen Jahr peilt die Flughafengesellschaft für das laufende Jahr mehr als 19 Millionen Gäste an.Wachstumsträger waren Tegel mit einem Plus von 9,0 Prozent auf 6,1 Millionen Fluggäste und Schönefeld mit 9,6 Prozent auf 3,0 Millionen. Tempelhof, der im Oktober 2008 schließen soll, zählte nur noch 184.000 Reisende, also rund 1000 pro Tag. Damit sei der defizitäre City-Airport noch unwirtschaftlicher geworden, sagte Schwarz. Der Umsatz der Flughafengesellschaft stieg im ersten Halbjahr um 13 Prozent auf 124 Millionen Euro.Zehnmillionster Gast begrüßtSchwarz begrüßte den zehnmillionsten Fluggast auf einem Berliner Flughafen, zwei Wochen früher als im Vorjahr. Berlin liegt mit seiner Bilanz zur Jahresmitte unverändert auf Platz drei der deutschen Flughäfen hinter Frankfurt (25,7 Millionen Passagiere) und München (16,0 Mio.), aber vor Düsseldorf (8,2 Mio.) Schwarz sagte, nur München (plus 10,5 Prozent) sei in der ersten Jahreshälfte stärker gewachsen als Berlin. Der Zuwachs bei den Berliner Passagieren liege deutlich über dem Durchschnitt der deutschen Flughäfen von 4,5 Prozent. (mit dpa)

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