Ein entführter italienischer Priester ist nach einem Monat in der Gewalt muslimischer Extremisten auf den Philippinen freigelassen worden. Die Entführer hätten sich als Abu-Sayyaf-Rebellen identifiziert, sagte Giancarlo Bossi (57). Er war am Donnerstagabend in Karumatan rund 800 Kilometer südlich von Manila freigelassen worden. Vor der Presse erschien er erschöpft und abgemagert. Nach Angaben des philippinischen Innenministers wurde kein Lösegeld gezahlt.Bossi war am 10. Juni verschleppt worden. Bei der Suche nach ihm waren in der vergangenen Woche 14 Elitesoldaten in einen Hinterhalt muslimischer Kämpfer geraten und ermordet worden.Abu Sayyaf ist die brutalste der Separatistengruppen im überwiegend muslimischen Süden der Philippinen. Die Terrorgruppe war auch für die Entführung der deutschen Familie Wallert aus Göttingen zu Ostern 2000 verantwortlich. Die drei waren erst nach Monaten freigekommen. (mit dpa)

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