Unterstützung für Fatah: Israel erlaubt größte Waffenlieferung ins Westjordanland

Israel gestattet laut einem Zeitungsbericht die Lieferung der bisher größten Waffenmenge an palästinensische Sicherheitskräfte im Westjordanland. Damit solle verhindert werden, dass die radikalislamische Hamas Abbas' Fatah-Milizen ausschalte.

Die israelische Regierung hat laut einem Zeitungsbericht eine Lieferung von tausend Sturmgewehren aus Jordanien an die Palästinensische Autonomiebehörde von Präsident Mahmud Abbas gestattet. Bei der Lieferung, die Anfang Juli erfolgte, handelt es sich um die größte Waffenmenge für die palästinensischen Sicherheitskräfte, deren Lieferung ins Westjordanland Israel jemals erlaubt habe, heißt es in der "Haaretz". Die Regierung von Ehud Olmert wolle damit verhindern, dass die radikalislamische Hamas Abbas' Fatah-Milizen im Westjordanland ausschalte, wie sie es Mitte Juni im Gazastreifen getan habe. Ein Sprecher von Olmerts Büro wollte den Bericht auf Anfrage weder bestätigen noch dementieren.
  
Abbas wurde unterdesssen am Sonntagabend zu einem dreitägigen Besuch in Russland erwartet. Der Pressesprecher der diplomatischen Vertretung der Autonomiebehörde in Moskau sagte, der Palästinenserpräsident werde am Sontagabend eintreffen. Abbas hatte Russland zuletzt im Mai 2006 besucht. Ende Februar hatte Russland Hamas-Chef Chaled Meschaal empfangen. (mit AFP)

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