Trainer Christoph Daum vom Zweitligisten 1. FC Köln ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit einer Innenraumsperre für zwei Spiele und einer Geldstrafe von 10.000 Euro belegt worden. Das gab der DFB in Frankfurt am Main bekannt. Das Sportgericht reagierte damit auf Daums Äußerungen nach der Partie am 20. August gegen Alemannia Aachen (0:1), als er Schiedsrichter Florian Meyer (Burgdorf) bewusste Fehlentscheidungen gegen sein Team unterstellt hatte.Der 53 Jahre alte Daum stimmte dem damit rechtskräftigen Urteil bereits zu. Er kann seine Mannschaft in der Partie am kommenden Freitag bei Tabellenführer TSV 1860 München und gegen die SpVgg Greuther Fürth am 16. September nicht von der Trainerbank aus betreuen."In grobem Maß gegen die Pflichten eines Fußballlehrers verstoßen"Daum hatte nach der Niederlage gegen Aachen in einem Fernsehinterview mehrfach geäußert, die Schiedsrichter hätten in dieser und in der vorangegangenen Saison bewusst Fehlentscheidungen gegen seine Mannschaft getroffen. Später hatte Daum klargestellt, dass er in einer für ihn "emotionalen Situation nach dem Spiel sicherlich überzogene Worte gewählt" habe. Das tue im leid. "Es war nicht meine Absicht, irgendjemandem, weder den Schiedsrichtern noch dem DFB etwas zu unterstellen", hatte er sich entschuldigt. Dabei hatte der Kölner Coach betont, dass er die Leistung der Schiedsrichter und des DFB in der Vergangenheit immer respektiert habe und dies auch weiterhin tun werde.Diese Einlassung wirkte sich auch beim DFB mildernd aus, obwohl der Verband festhielt, dass Daum "in grobem Maß gegen die Pflichten eines Fußballlehrers verstoßen" habe. "Zu seinen Gunsten wurden sein Geständnis und seine Entschuldigung gegenüber den Schiedsrichtern gewertet, was auf Einsicht bei ihm schließen lässt. Christoph Daum hat zudem versichert, dass er derartige Äußerungen gegenüber den Schiedsrichtern zukünftig unterlassen wird", sagte Horst Hilpert, der Vorsitzende des DFB-Kontrollausschusses. (mit dpa)

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