Die Bundesregierung will neue gemeinsame Forschungsprojekte von Wirtschaft und Wissenschaft mit mehr als einer halben Milliarde Euro fördern. Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) gab in Berlin den Startschuss für einen mit insgesamt 600 Millionen Euro dotierten "Spitzencluster-Wettbewerb". Ziel sei es, bestehende Forschungsverbünde - sogenannte Cluster - auf dem Weg in die internationale Spitzenklasse zu unterstützen. Auf diese Weise sollen Ideen aus der Forschung schneller in neue Produkte und Dienstleistungen umgesetzt werden.Im Rahmen der "Hightech-Strategie" des Bundes sollen im Abstand von zwölf bis 18 Monaten drei Wettbewerbsrunden stattfinden, bei denen jeweils bis zu 200 Millionen Euro ausgeschüttet werden. Eine Jury wählt pro Runde höchstens fünf Projekte aus, die dann maximal fünf Jahre lang gefördert werden. Voraussetzung sei, dass sich Wirtschaft und private Investoren bereits jetzt finanziell an den einzelnen Forschungsvorhaben beteiligen, erklärte Schavan.Der neue Wettbewerb hängt nicht mit der Spitzencluster-Förderung im Rahmen der bereits bestehenden "Exzellenzinitiative" zusammen. Dort gehe es um Impulse für das Wissenschaftssystem, wobei "Marktnähe" keine Rolle spiele, sagte die Ministerin. Vielmehr ziele der neue Wettbewerb auf die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Projekte. Der Unternehmer Arend Oetker, Vorsitzender der Arbeitsgruppe "Forschungsunion Wirtschaft", ergänzte: "Ideen haben wir genug." Es gehe aber darum, die Ideen "zum Zünden zu bringen" und sie in die Tat umzusetzen. (mit dpa)

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