Nach der Sonderregelung bekommen Geschädigte monatlich 250 Euro, wenn sie in der DDR als politisch Verfolgte mindestens sechs Monate im Gefängnis saßen. Voraussetzung für die Zahlung der Opferrente ist, dass das monatliche Einkommen des Empfängers nicht über 1035 Euro, bei Verheirateten nicht über 1380 Euro liegt. Altersrenten werden bei der Prüfung nicht berücksichtigt, ebenso wenig das Einkommen des Partners.Brandenburgs Justizministerin Beate Blechinger (CDU) bemerkte, wegen der hohen Zahl von Anträgen sei "mit gewissen Verzögerungen bei der Auszahlung zu rechnen". Zuständig für die Opferrente in Brandenburg sind die Amtsgerichte und Landgerichte. Formulare und ein Informationsblatt zum Antrag können auf der Internetseite des Ministeriums heruntergeladen werden.Der Kreis der Anspruchsberechtigten wird insgesamt auf etwa 42.000 Menschen geschätzt. Die Sprecherin der Arbeitsgruppe Aufbau Ost der SPD-Bundestagsfraktion, Andrea Wicklein, empfahl ihnen, die Opferpension sofort zu beantragen. Denn die Zahlungen würden nur auf Antrag gewährt, und zwar ab Antragseingang bei der zuständigen Behörde. Sollte der Antrag rechtzeitig eingereicht worden sein und es aufgrund der Fülle der Anträge dann zu Verzögerungen bei der Auszahlung kommen, können laut Blechinger im Fall von berechtigten Ansprüchen jedoch Nachzahlungen geleistet werden. (mit dpa)

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