Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) ist von Norwegen nach San Francisco aufgebrochen. Es ist der erste Besuch eines deutschen Außenministers in Kalifornien seit 50 Jahren. Der Außenminister sieht seinen Besuch im größten US-Bundesstaat als Einstieg in eine neue transatlantische Zusammenarbeit beim Klimaschutz. Es gehe darum, gemeinsam mit Kalifornien und weiteren US-Bundesstaaten das in Europa bereits verankerte System des Emissionshandels weiter auszudehnen, sagte Steinmeier am Rande seines Norwegen-Besuchs. Zudem sei Kalifornien bei der Nutzung erneuerbarer Energien weit fortgeschritten. "Da bietet es sich an, dass deutsche und amerikanische Unternehmen miteinander in Kontakt treten", so Steinmeier.Am Nachmittag (Ortszeit) stehen zunächst Gespräche mit Unternehmern sowie Besuche des von SAP-Mitbegründer Hasso Plattner eingerichteten "Institute of Design" und der deutschen Schule in der Hightech-Schmiede Silicon Valley auf dem Programm. Für Donnerstag ist ein Treffen mit dem kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger geplant. Während US-Präsident George W. Bush den Emissionshandel bislang ablehnt, bereitet Kalifornien unter Führung des Republikaners Schwarzenegger auf bundesstaatlicher Ebene den Einstieg in das Handelssystem vor. Der Gouverneur ist dabei nach eigenen Angaben zur Zusammenarbeit mit den Europäern bereit. Steinmeier will diesem Projekt mit seinem Besuch zusätzlichen Schwung verleihen.Der Bundesaußenminister hatte am Dienstag die norwegische Arktisinsel Spitzbergen besucht. Auch hier ging es - wie bereits zuvor im nordnorwegischen Tromsö - vorrangig um die Themen Klimaschutz und Energiepolitik. (mit AFP)

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