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Panne im Präsidentpalast: Illegale Filmkopien
Paris (dpa) - Der für den harten Kurs im Kampf gegen Raubkopierer bekannte französische Präsidentenpalast hat sich einen peinlichen Schnitzer geleistet.
Die Kommunikationsabteilung fertigte ohne die vorherige Erlaubnis der Rechteinhaber hunderte Duplikate eines Films über Staatschef Nicolas Sarkozy an und verteilte sie auf einer Botschafterkonferenz. Für die «Raubkopien» seien sogar neue Hüllen erstellt worden, berichtete das Enthüllungsblatt «Canard enchaîné» am Mittwoch. Auf ihnen sei vermerkt, dass das Copyright beim Élysée liege - obwohl die Produktionsfirma Galaxie die Rechte halte.
«Ich wusste nicht, dass ich unter dem Copyright des Élysée arbeite», sagte der Geschäftsführer der Produktionsfirma der Wochenzeitung. Der Gründer des Unternehmens betonte, dass er nichts gegen die Kopien habe. Lediglich die neue Hülle verwundere ein wenig.
Nach Angaben aus dem Präsidentpalast hatte einer der Mitwirkenden an der Produktion grünes Licht für die Anfertigung der Kopien gegeben. Dieser sei allerdings nur einfacher Moderator in dem Film gewesen und habe keinerlei Rechte, bemerkte das Enthüllungsblatt. Sarkozy und die französische Regierung gelten europaweit als Vorreiter im Kampf gegen Verletzungen des Urheberschutzes. Professionellen Raubkopierern drohen bis zu drei Jahre Haft und Geldstrafen in sechsstelliger Höhe.
- Datum 7.10.2009 - 15:08 Uhr
- Quelle dpa
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