Wahlkampf Kirchhof will Kinderwahlrecht

Merkels Finanzexperte Professor Paul Kirchhof bringt das Wahlrecht für Kinder in die Diskussion

Professor Paul Kirchhof hat sich für ein Kinderwahlrecht ausgesprochen. Er wolle Familien ein größeres Gewicht in der Gesellschaft geben, sagte der für Finanzen zuständige Unionswahlkämpfer. Eine dafür notwendige Verfassungsänderung halte er für "erwägenswert", sagte er der Zeitung "Die Welt".

Kirchhofs Beweggrund ist das Problem der alternden Gesellschaft: Sie lasse sich nur in den Griff bekommen, "wenn wir die Menschen dazu veranlassen, das zu tun, was sie wollen: nämlich Kinder zu bekommen", sagte Kirchhof. "Und da stimmen die Rahmenbedingungen nicht." Er betonte die Bedeutung der Familie für den Zusammenhalt des Staates: "Dieser Staat braucht die Familie, um eine Nation bleiben zu können."

Der Bundestag hatte erst Anfang Juni über ein "Wahlrecht von Geburt an" abgestimmt - und es mit großer Mehrheit abgelehnt.

 
Leser-Kommentare
    • Susn
    • 26.08.2005 um 13:41 Uhr
    1. Mmh

    Vielleicht ist ein Kinderwahlrecht gar kein schlechter Gedanke das Gewicht der Familien zu stärken. Der Gedanke ist für mich allerdings noch sehr neu und deshalb muss ich erst mal noch länger und in Ruhe darüber nachdenken.

  1. 2. \N

    Das Kinderwahlrecht ist eine wirklich sinnvolle politische Möglichkeit die Zukunft zu gestalten (im Sinne der betroffenen Menschen = Kinder). Ernst zu nehmende Politiker werden ihre sogenannte "Familienfreundlichkeit" daran messen lassen müssen. Nur mit wirklich mehr Einfluss durch Wahlrecht kann man den Interessen der Menschen/Kinder/Familien wirkllich gerecht werden. Selbstverständlich muss das Wahlrecht der Kinder in Vertretung durch die Eltern ausgeübt werden, wobei ich persönlich - angesichts der Probleme in Deutschland - sogar dafür wäre, JEDEM Elternteil pro Kind eine ganze Stimme zusätzlich zuzubilligen.

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  • Quelle (c) ZEIT online / dpa, 24.8.2005
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  • Schlagworte Wahlkampf | Finanzen | Bundestag | Verfassungsänderung | Wahlrecht | Familie | Kinder
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