islamismus Schürt die BBC den Hass auf Muslime?
Eine Sendung über Radikalismus in britischen Moscheen löst hitzigen Streit aus. Ein Bericht
Die Debatte über die BBC -Sendung A question of Leadership will nicht enden. Das Fernsehmagazin Panorama ging einer Frage nach, die der Chef von Scotland Yard nach den Anschlägen vom 7. Juli so formuliert hatte: Eine muslimische Minderheit befinde sich nahe einem Zustand der Verneinung, was das Ausmaß des Extremismus in ihren Reihen betrifft. Die BBC -Sendung kam zu einem ähnlich beunruhigenden Fazit.
Gleich nach der Ausstrahlung des Programms am vergangenen Sonntagabend gingen im Sender Hunderte, zum Teil wütende Proteste von muslimischen Organisationen ein. Die Sendung sei diffamierend, stempele alle Muslime als Extremisten ab und habe die Aussagen der befragten Repräsentanten der muslimischen Gemeinde zum Teil verfälschend dargeboten. Der Muslim Council of Britain, unter dessen Dach an die 400 Moscheen und Organisationen zusammengeschlossen sind, verlangt eine offizielle Entschuldigung von BBC- Generaldirektor Mark Thompson. Zugleich trafen zahllose zustimmende Briefe und E-Mails in der Redaktion ein, wie auf ihrer Website nachzulesen ist.
John Ware, langjähriger Leiter der Panoramaredaktion, hatte in A question of Leadership den MCB als Großbritanniens führenden muslimischen Dachverband unter die Lupe genommen. Der Rat der britischen Muslime wird von Regierung, Kirchen und Institutionen des Landes als Sprachrohr und Vertretung der moderaten muslimischen Mehrheit betrachtet. Der Generalsekretär des MCB, Sir Iqbal Sacranie, wurde zu Beginn des Jahres auf Vorschlag Tony Blairs von der Königin zum Ritter geschlagen und ist einer der bevorzugten Gesprächspartner der Regierung, die sich nach den Selbstmordanschlägen junger britischer Muslime intensiver als zuvor darum bemüht, Herzen und Gemüter der zwei Millionen Muslime in Großbritannien für Demokratie und Toleranz zu gewinnen. Doch das Verhalten Sir Iqbals wirft Fragen auf. Der Generalsekretär war zu Beginn des Jahres der Feier aus Anlass des 60. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz ferngeblieben und bedauert zutiefst, dass es noch kein Gesetz gebe, mit dessen Hilfe man das Verbot von Salman Rushdies Satanischen Versen erzwingen könne. Tod sei vielleicht eine zu leichte Strafe für den Schriftsteller.
Nach den blutigen Ereignissen des 7. und 21. Juli hatte der Generalsekretär des MCB die Terrorakte verurteilt und erklärt, die islamische Gemeinde werde das Thema des Extremismus samt Jihad und Todeskult entschlossen anpacken. Panorama indessen förderte Verbindungen des MCB mit militanten Organisationen zu Tage, die Hass und Intoleranz predigen. Eine der Gruppierungen unter dem Dach des MCB, Ahl-e-Hadith, spricht davon, dass die Lebensweise von Juden und Christen auf kranken oder von der Norm abweichenden Ansichten der Gesellschaft basiere. Wer den Weg der Kaffirs imitiere, dem drohe auf ewig das Höllenfeuer. Sir Iqbal mochte sich davon nicht distanzieren und sprach von der Vielfalt in der islamischen Gemeinde.
Eine andere Gruppierung unter dem Dach des MCB ist die Islamic Foundation in Leicester, die kürzlich für ihren Versuch, Brücken zu schlagen zu anderen Religionen vom Londoner Außenministerium sowie vom Thronfolger Prinz Charles in höchsten Tönen gepriesen wurde. Dabei wirbt die Foundation unter Leitung von Professor Kurshid Ahmad für eine fundamentalistische Vision; der islamische Idealstaat, in dem private und öffentliche Sphäre untrennbar sein werden, solle keine Spur von westlicher Demokratie enthalten und würde, so wünscht sich das die Foundation, in gewisser Hinsicht faschistischen und kommunistischen Staaten ähneln.
Dr. Taj Hargey, Mitglied des MCB und Befürworter einer modernen Form des Islam, spricht von einer Doppelbotschaft. Islamisten spalteten sich seiner Ansicht nach in eine öffentliche und eine private Person. Die Öffentliche spreche vom Brückenbauen und von Integration, aber der innere Kern sei intolerant, hart und abweisend. Wir haben eine schizophrene Bewegung vor uns.
- Datum 31.08.2005 - 13:25 Uhr
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- Quelle (c) ZEIT online, 25.8.2005
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Diesem doppelköpfigen Koran Gespinnst,der einerseits den Frieden Lehrt anderrerseits alle Die die anderst leben mit den
schlimmsten adjektiven niedermacht,kann man nicht mit Theorien
und guten Absichten begegnen.
Nur mit Heldenmut so wie es der Koran beschreibt ;diesmal jedoch gegen Ihn. Dann bekommen die Moslem´s auch Respekt
vor der westlichen Kultur.Und versuchen dann auch Freundschaft
zu schliesen mit unserem Freiheitlichen leben.
Garud´
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