Niedriglöhne Vier Euro neunundsechzig
Die Wirtschaft fordert mehr Billigjobs. Der niedrigste Tariflohn liegt heute unter fünf Euro in der Stunde
Ein Wachmann in Ostdeutschland verdient nach Tarif 4,96 Euro pro Stunde und damit den niedrigsten Tariflohn in Deutschland. Das geht aus der aktuellen Tarifvertragsstatistik des statistischen Bundesamtes hervor. In den alten Bundesländern liegt der unterste Tarif bei 7,87 Euro für Arbeiter in der Gebäudereinigung.
Mit 1.075 Euro bekommen Angestellte im ostdeutschen Gastgewerbe die
niedrigsten Monatsgehälter, im Westen sind es „einfache, schematische Tätigkeiten“ (Tarifvertrag) in der Metallherstellung und -verarbeitung für 1.124 Euro im Monat. Die Metallherstellung und -verarbeitung ist der einzige Sektor der unteren Gehaltsklasse, in dem Westdeutsche weniger verdienen als ihre ostdeutschen Kollegen.
Arbeiter: Tarifliche Stundenlöhne in den niedrigsten Lohngruppen ausgewählter Tarifverträge in Euro
| Ost | West | |
| Wach- und Sicherheitsgewerbe | 4,96 | 9,20 |
| Gebäudereinigung | 6,36 | 7,87 |
| Metallindustrie | 9,33 | 10,38 |
| Chemische Industrie | 9,40 | 11,22 |
| Bergbau | 9,68 | 13,18 |
Angestellte: Tarifliche Monatsgehälter in den niedrigsten Gehaltsgruppen ausgewählter Tarifverträge in Euro
| Ost | West | |
| Gastgewerbe | 1 075 | 1 158 |
| Metallindustrie | 1 304 | 1 124 |
| Einzelhandel | 1 340 | 1 358 |
| Chemische Industrie | 1 389 | 1 554 |
| Energie- und Wasserversorgung | 1 666 | 1 751 |
- Datum 01.04.2009 - 07:37 Uhr
- Serie cvd
- Quelle (c) ZEIT online / dpa, 26.8.2005
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:




