studie Reiches Deutschland
Die Weltbank ist mit einer neuen Bemessung nationaler Reichtümer zu einem altbekannten Schluss gekommen: Die USA, Japan und die Staaten Westeuropas sind die reichsten Nationen der Welt
In der am Dienstag in New York vorgestellten Weltbank-Studie »Wo ist der Reichtum der Nationen?« gehören die afrikanischen Länder südlich der Sahara erneut zu den ärmsten Nationen der Welt. Für die Studien sind beispielsweise Naturressourcen und Bildungsniveau nach ihrem Geldwert berechnet worden. Das Ergebnis: die Schweiz ist mit einem Pro-Kopf-Reichtum von umgerechnet 527.000 Euro das reichste, Äthiopien mit 1600 Euro das ärmste Land der Welt. Die Deutschen sind die fünftreichsten der Welt: mit einem theoretischen Pro-Kopf-Reichtum von 404.447 Euro.
Die Weltbank hat zum Beispiel den Wert von Fischbeständen, Wäldern, Bodenschätzen und Energievorkommen berechnet. Über Indizes wurden auch Bildung, Regierungsführung und Behördenqualität berücksichtigt. Dabei kommt sie zu einem alarmierenden Schluss: die armen Länder sind dabei, ihren Reichtum zu verlieren, sowohl durch Raubbau an der Natur als auch durch hohes Bevölkerungswachstum. »Wenn eine Familie jeden Monat Geld vom Konto abhebt und Besitz wie ein Auto oder Nutztiere verkauft um Essen auf dem Tisch zu haben, kommen wir zu dem Schluss, dass das auf Dauer nicht haltbar ist«, sagte der Autor der Studie, Kirk Hamilton. »Genauso verhält es sich mit den Nationen.«
Die Weltbank hebt unter den afrikanischen Ländern ein paar positive Beispiele hervor: so habe Mauretanien durch clevere Schutzmaßnahmen seine Fischgründe langfristig geschützt, Botswana Einkommen aus Diamantverkäufen in Bildung, Gesundheitsvorsorge und Infrastruktur investiert. Wenn die Naturzerstörung nicht gestoppt werde, seien alle Anstrengungen für eine nachhaltige Entwicklung in den armen Ländern gefährdet, hieß es in dem Bericht.
Nach der Schweiz sind laut Weltbank-Studie die reichsten Länder Dänemark, Schweden, die USA, Deutschland, Japan, Österreich, Norwegen, Frankreich, Belgien und Luxemburg, die ärmsten Nepal, Niger Burundi und Äthiopien. Während bei den ärmsten ein Drittel bis zur Hälfte des Reichtums aus Naturressourcen besteht, liegt dieser Anteil in der Schweiz und Deutschland nur bei einem Prozent. In den reichen Ländern liegt mehr als 80 Prozent des Reichtums in so genanntem immateriellen Kapital wie Bildung und funktionierendem Rechtssystem.
- Datum 14.09.2005 - 13:26 Uhr
- Serie cvd
- Quelle (c) ZEIT online, dpa, 13.9.2005
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...wenn die Globalisierung mit der Abwanderung von millionen Arbeitsplätzen und der demographisch mehr oder weniger sichere Kollaps aller Sozialsysteme mal so richtig zum Tragen kommt.
Aber zum Glück haben wir ja unseren Gerd. Der bringt uns da schon durch (mit fällt allerdings gerade nicht ein, mit welchen Konzepten er diese Gefahren eigentlich adressiert - aber Hauptsache, er verhindert die Vereinfachung unseres Steuersystems und das "Vorfahrt für Arbeit" der Union).
ja, das ist es!
da sagen unsere wahlkämpfenden schwarz-gelben Politgranden was ganz anderes. Deutschland ist am Ende, am Nullpunkt, Pleite!
und dann dieses:
Die Deutschen sind die fünftreichsten der Welt: mit einem theoretischen Pro-Kopf-Reichtum von 404.447 Euro.
irgend etwas stimmt da nicht in den Köpfen.
Fabrizius
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