film Der Film im KopfSeite 2/2
Die idealistische Gangstertochter scheitert an dem Versuch, Demokratie zu lehren und rettet sich aus dem Chaos durch den Griff zur Peitsche: Sie selbst fällt zurück zu Feudalismus und Diktatur. Die Bevölkerung von Manderlay bekommt in ihr eine neue " Ma'm ", der sie folgen und die sie für ihr Elend verantwortlich machen kann.
Der Film spielt in den USA der 30er-Jahre, dem geografischen und historischen Moment der unbegrenzten Möglichkeiten. Doch Parallelen zum Heute sind offensichtlich - zur Situation im Irak, in Afghanistan oder auch Russland. Sie drängen sich auf und "der Film im Kopf" bekommt Farbe, Musik und Realität.
Es ist Aufgabe jedes guten Festivals, wegweisende Tendenzen der modernen Filmkultur aufzuzeigen und zu honorieren. Im diesjährigen Hamburger Programm mit 133 Filmen aus 34 Ländern fanden neben cineastischen Entdeckungen aus Ouagadougou, Deutschland und den USA auch Kinderfilme und Fernsehproduktionen ihren Platz. Mit dem diesjährigen Douglas-Sirk-Preisträger Zentropa zeichnen die Organisatoren eine Erfolgsgeschichte des anspruchsvollen Kinos aus.
- Datum 05.10.2005 - 13:24 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Serie cvd
- Quelle (c) ZEIT online 29.9.2005
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:








Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren