Der Autor Arno Geiger erhält den erstmals vergebenen Deutschen Buchpreis. Dies gab der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Montag in Frankfurt bekannt. Geiger wird für seinen Familienroman »Es geht uns gut« ausgezeichnet. Der aus Vorarlberg stammende Österreicher setzte sich in der Endentscheidung gegen fünf andere Romane durch. Der mit insgesamt 37 500 Euro dotierte Peis soll alljährlich zur Frankfurter Buchmesse die beste literarische Neuerscheinung im deutschsprachigen Raum prämieren.»Arno Geiger gelingt es, Vergänglichkeit und Augenblick, Geschichtliches und Privates, Erinnern und Vergessen in eine überzeugende Balance zu bringen«, begründete Jury-Sprecher Bodo Kirchhoff die Entscheidung. Es sei ein Roman, »der ebenso genau wie leicht vom Gewicht des Lebens spricht«. Gegen Geiger konkurrierten Daniel Kehlmann (Die Vermessung der Welt), Thomas Lehr (42), Gert Loschütz (Dunkle Gesellschaft), Gila Lustiger (So sind wir) und Friederike Mayröcker (Und ich schüttelte einen Liebling). Geiger erhält 25 000 Euro, die fünf Finalisten erhalten jeweils 2500 Euro. Der Preisträger wurde in mehreren Stufen ermittelt. Die Verlage hatten 150 Romane eingereicht, aus denen die Jury eine Longlist (20 Autoren) und dann eine Shortlist mit sechs Büchern zusammenstellte. Zur Jury gehörten neben dem Schriftsteller Kirchhoff die Kritikerin Verena Auffermann, Buchhändler Klaus Bittner, Volker Hage vom Spiegel , Aspekte-Moderator Wolfgang Herles vom ZDF, der Journalist Armin Thurnher (Wien) und die Autorin Juli Zeh an. Mit dem neuen Preis will der Börsenverein, der Dachverband der deutschen Buchbranche, der deutschsprachigen Literatur auch im Ausland größere Aufmerksamkeit verschaffen. Die Auszeichnung orientiert sich an den großen Auszeichnungen Großbritanniens und Frankreichs, dem Booker Prize und Prix Goncourt.