Vogelgrippe Was Sie schon immer über Grippe wissen wollten

Vogelgrippe, normale Grippe - was ist richtig, was falsch? ZEIT online hat die wichtigsten Fragen seiner Leser beantwortet.

Gibt es einen einzigen triftigen Grund, wegen der Vogelgrippe in Panik zu verfallen? »

Wie gefährlich sind die normale Grippe und die Vogelgrippe für Menschen? Sind sie tödlich? »

Muss ich mich impfen lassen? »

Soll man sich vorab mit Grippemitteln versorgen, weil es im Fall einer Pandemie nicht genug Medikamente geben wird? »

Was bedeutet eigentlich der Begriff "Pandemie"? »

Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Vogelgrippe und SARS? »

Welche Symptome hat Vogelgrippe-krankes Geflügel, wie verläuft die Infektion? »

Stimmt es, dass Ungarn ein Arzneimittel gegen Vogelgrippe gefunden hat? »

Falls tatsächlich eine Pandemie ausbricht - hilft ein Mundschutz vor einer Ansteckung? Gibt es sonst einen praktikablen Körperschutz? »

Welches Risiko geht von den vielen Tauben in unseren Städten aus? »

Warum wird das Geflügel in Deutschland nicht gegen Vogelgrippe geimpft, obwohl es einen Impfstoff gibt? »

Wäre ein wichtige Ursache für eine Pandemie in der Massentierhaltung zu suchen? »

Wie groß ist das Infektionsrisiko beim Schwimmen in freien Gewässern, wenn sich dort Wildvögel aufhalten? »

Wer führt die Tests auf Vogelgrippe durch? »

Läßt sich das Virus durch Kälte oder Frost unschädlich machen? »

Wie lange werden die Freilaufverbote gelten? »

Besteht für Piloten im europäischen Linienverkehr eine erhöte Ansteckungsgefahr? »

Wie gefährlich ist das Vogelgrippevirus für Hunde und Katzen? »

Was kann ich tun, um mein eigenes Geflügel vor dem Virus zu schützen? »

Gibt es ein Vogelgripperisiko für Kanarienvögel, Wellensittiche oder andere Hausvögel? »

Ist es nicht möglich, den Erreger aus infizierten Menschen in Asien zu isolieren, um daraus einen Impfstoff zu entwickeln? Auch wenn das derzeitige Virus noch mutiert, muss es einem solchen Impfvirus doch ähneln, und der Impfstoff wäre wenigstens teilweise wirksam. »

Wieso wird gerade jetzt in schwärzesten Bildern eine Grippe-Pandemie mit einem chimären Grippevirus heraufbeschworen, wenn der Zeitpunkt dafür unklar ist und die Menschen sich in keiner Weise darauf vorbereiten können? »

Ich fliege demnächst in die Türkei in den Urlaub. Vogelmärkte werde ich natürlich nicht besuchen. Muss ich trotzdem Angst haben? »

Ein Biochemiker und Pharmakologe hat uns gesagt, Viren könne man - entgegen Ihrer Behauptung - erst mit Temperaturen von ca. 140° C zerstören. Auch im Backofen steigt die Temperatur im Innern des Fleisches nicht über 70°. Ist der Verzehr von infiziertem Fleisch also doch gefährlich? »

Da sich das Grippevirus jedes Jahr verändert: Wie kann ich sicher sein, dass mich eine Impfung gerade vor dem aktuellen Virus schützt? »

Wie funktioniert die Übertragung? Kann man die Krankheit einatmen? »

Wie kann ich mich vor der Vogelgrippe schützen? »

Gibt es spezielle Schutzmaßnahmen für Kinder? Sind sie besonders gefährdet? »

Darf man noch Hühnerfleisch essen? Und Eier? »

Sind Bio-Eier und Bio-Geflügel sicherer? »

Wie bereiten sich die Behörden auf die Vogelgrippe vor? »

Woran erkenne ich überhaupt eine "normale Grippe", wenn ich oder einer meiner Angehörigen sie hat? »

Und wie unterscheiden sich die Symptome der Vogelgrippe von denen der normalen Grippe? »

Gibt es Medikamente dagegen? »

Warum sterben so viele Menschen an der normalen Grippe, wenn es solche Medikamente gibt? »

Sollen sich alle Menschen gegen das Grippevirus impfen lassen, um die Vermischung von menschlicher Grippe und Vogelgrippe zu verhindern? »

Wie lange dauert es, bis ein Impfstoff entwickelt wird und für alle verfügbar ist? »

Wenn ein neues, gefährliches Virus Deutschland erreicht, gibt es dann Ausgangssperren und ähnliches? Was geschieht mit den Kranken? Wie sieht so ein Notfallplan aus? »

 
Leser-Kommentare
  1. Ich bin der Meinung, daß die Kinder als allererstes geimpft werden sollten, und daß es nicht bloß nach Berufsgruppen gehen sollte. Die Kinder sind unsere Zukunft
    (auch ökonomisch wichtig bei einer viel zu niedrigen Kinderquote in Deutschland). Früher hieß es mal: Frauen und Kinder als erstes von Bord? Daran sollte sich auch mal wieder jemand erinnern! Außerdem: Was wären den ÜBERHAUPT die ökonomischen Folgen einer Pandemie? Bisher sehe ich nur die medizinisch/biologischen Fragen diskutiert - obwohl doch bei immer weiter mutierenden Viren (nicht nur der Hühnerpest) klar ist, daß es uns mit unserem Antibiotika- Wahn sowieso irgendwann voll erwischt.

    • EmmaKa
    • 22.10.2005 um 18:56 Uhr

    Ich sprach mit unserer Betriebsärztin darüber. Sie ist der Ansicht, dass eine normale Grippeimpfung jetzt durchaus sinnvoll sein kann, selbst mit der Gewissheit, dass dies vor der Vogelgrippe oder ähnlichen Gefahren nicht schützen kann. Es schützt aber vor den bekannten Viren und davor, dass das Inmunsystem in einem entscheidenden Moment geschwächt wird (durch eine "normale" Grippe. Damit wäre natürlich Tür und Tor geöffnet für andere schlimmere Angreifer. - Diese Ansicht teile ich.
    Gleichwohl lasse ich mich nicht impfen. Ich versuche mein Inmunsystem stets zu stärken durch gesunde und abwechslungsreiche Ernährung, etwas Sport und täglich viel Bewegung an der frischen Luft. Menschenansammlungen (ausser am Arbeitsplatz) meide ich ohnehin meistens.
    Ich bin auch der Ansicht, dass Panik nichts bringt, und jetzt Grippemittel in sich reinstopfen hat höchstens den Effekt, dass die Viren dagegen noch schneller resistent werden.

  2. Ich muss doch sagen, Ihre aktuelle Berichterstattung zum Thema Vogelgrippe und der moeglichen Mutation des H5N1 Virus hat mich nicht nur verbluefft sonder auch veraergert. Ich hatte nicht die Absicht mich mit Titel wie, ich zitiere, "Tod aus dem Eis" "Impf - oder stirb!" und "Todesvoegel" ueber ein zugegeben interessantes Thema informieren muss. Besonders der Artikel von Herrn Professor Alexander S. Kekulé hat in mir die Frage aufgeworfen, welchen Zweck eine solche Form der Panikmache wohl haben kann. Ich persoenlich studiere zur Zeit in China, der Region also, in der das Supervirus heranwaechst. Ich habe daher ein gewisses Interesse an qualitativen Informationen ueber moegliche Risiken. Woran ich explizit keinen Bedarf habe ist eine Ansammlung von Horrorvisionen deren einziger Zweck mir zu sein scheint, Menschen in Panik zu versetzen. Sicher verfolgt Herr Professor Kekulé nicht diese Absicht, sondern moechte auf ein besonderes Risiko hinweisen, der Effekt auf mich als zunaechst uninformierten Leser war jedoch vernichtend. Die Zeit ist nebenbei das einzige mir bekannte Presseerzeugnis das derart drastisch ueber etwas berichtet, was offenbar selbst in Fachkreisen noch als Hypothese gehandelt wird. Selbst asiatische Zeitungen halten sich, was solche Visionen angeht noch bedeckt. Mich wuerde es persoenlich interessieren, was andere Leser davon halten. Als dirkete Konsequenz sehe ich, dass in Deutschland die Nachfrage nach Grippeimpfungen drastisch ansteigt, obwohl Experten vielfach darauf hingewiesen haben, dass eine solche Impfung vermutlich gar keine Auswirkungen hat. Es erinnert mich ein wenig an die Zeit, in der jeder Ansgt vor Milzbrand hatte und verschiedene Laender sich mit Millionen von Medikamentendosen eindeckten. Waere es nicht naheliegend, dass der nebenbei weltweit einzige Produzent des nachgefragten Grippemittels Tamiflu, Roche Laboratories Inc., mit etwas oekonomischer Weitsicht seine Kapazitaeten ausgeweitet haette, stuende eine Pandemie direkt bevor? Es wuerde mich interessieren, die Meinung des Autors dazu zu hoeren.

    • orplid
    • 23.02.2006 um 17:38 Uhr

    Als ob niemand etwas davon weiß! Matthias Bröckers schreibt es in seinem Blog bei zweitausendeins.de:
    Die Vogelgrippe wurde nicht nach Rügen eingeschleppt, sie war schon da, auf der wenige Kilometer entfernten Insel Riem, die schon zu DDR-Zeiten einen bezeichnenden Namen trug: „Seuchen-Insel“. Heute Sitz des des Friedrich Löffler Instituts, just jenes Labors, das in den auf Rügen verendeten Schwänen HN51-Viren nachwies, was kein großes Problem für das Institut darstellt, weil Viren wie diese dort gezüchtet und erforscht werden. Mit den Schwänen allerdings, die an der Vogelgrippe verendet sind, gibt es ein Problem: sie sind auf Rügen seßhaft und können die Krankheit gar nicht von anderswo eingeschleppt haben. Sagen jedenfalls Fachleute wie der Ornithologe Franz Baierlein:
    „Derzeit fliegt kein einziger Schwan aus irgendeinem Vogelgrippe- Gebiet nach Rügen und verhungert dort. So einen kuriosen Einzelflieger gibt es nicht“, schloss Bairlein einen Zusammenhang mit Zugvögeln als Infektionsquelle aus. Die in Deutschland verbreiteten Höckerschwäne seien als Parkschwäne weitgehend sesshaft. „Nur die Sing- und Zwergschwäne sind arktische Zugvögel und überwintern hier.“ In der Arktis sei das Virus aber bislang nicht nachgewiesen.“
    Auf der „Seucheninsel“ hingegen sind noch ganz andere Viren nachgewiesen:
    „Hinter den Riemser Zäunen sind Erreger der Vogelgrippe, einschließlich des Subtyps H5N1, bereits seit langem präsent", schrieb die netzeitung im Oktober 2005. Der NDR nannte Riems gar eine "Wahnsinnsinsel", weil hier in zahlreichen Hochsicherheitslabors hochinfektiöse Tierkrankheiten erforscht werden, wie zum Beispiel die Vogelgrippe. "Die hoch gesicherte Virusbank enthält rund 500 Virusstämme und -isolate von Rind, Schaf, Schwein oder Geflügel. Erst vor kurzem hatten die Forscher für die Tests mit einem neuartigen Marker-Impfstoff in den institutseigenen Hochsicherheitsställen Hühner künstlich mit hoch pathogenen Vertretern des Erregers infiziert", schrieb die netzeitung im Oktober 2005.“
    90 Menschen sind nach Angaben der WHO bis dato an der Vogelgrippe gestorben, ausschließlich in Asien. Weitaus weniger als bei jeder x-beliebigen Grippe-Epedmie. Die Schlagzeilen, die mit dem Thema gemacht werden, stehen in keinerlei Verhältnis zur Realität. Den Hinweis jedoch, dass einer der Großaktionäre des Impfstoffherstellers ausgerechnet Donald H. Rumsfeld heißt – und es sich bei dem ganzen Hype um eine psychologische Operation handelt - konnten wir uns schon im vergangenen November nicht verkneifen. Dass nun die Vogelgrippe ausgerechnet neben jenem Bundesinstitut ausbricht, dass sich mit der Bekämpfung und Züchtung von Viren befaßt, ist natürlich auch wieder nur ein Zufall. Wie das Anthrax nach dem 11.9., dessen Spur dann zufällig in US-Militärlabors führte… „Da brat mir doch einer nen Storch…“

  3. Was bleibt einem als ganz normaler (öffentliche Verkehrsmittel nutzender) Familienvater eigentlich noch zu tun. Diese Berichterstattung - ist sie Panikmache, lüsterne Sensationgier, Einschaltquotenmacher oder fundierte Warnung vor dem Sensenmann, der in Deutschland eine reiche Ernte einfahren wird?
    Und was kann man tun, wenn man keine Tamifluvorräte für die ganze Familie anlegen will und kann? Soll man Krisenlebensmittelvorräte anschaffen und in Deckung gehen, wenn von einer Grippewelle berichtet wird? Soll man über das Taschentuch pinkeln und es sich vor Mund und Nase halten? Nur noch Erster Klasse fahren? Wie sieht das denn arbeitsrechtlich aus? Muss man unter Einsatz seiner Gesundheit/seines Lebens morgens ran bzw. ist es ein Kündigungsgrund wenn man sagt "Guten Morgen Chef ich komme heute nicht, denn ich bin noch gesund"? Das wären Fragen, die beantwortet werden sollten. Impfstoffe, die ein halbes Jahr nach Auftreten der Seuche in den Handel kommen und das Geschacher mit den Neurodimasehemmern (?) sind nur sehr kurzfristig wirklich von vitalen Interesse für den Antworten suchenden Leser.

    • Noehli
    • 25.10.2005 um 2:57 Uhr

    Es wäre sicherlich interessant die Aerzte zu befragen, wieviel Tamiflu, sie für sich und ihre Familie reserviert haben. Ein Indikator für die tatsächliche Gefährdung der Bevölkerung durch die Vogelgrippe, oder?

    • Madeva
    • 18.10.2005 um 13:59 Uhr

    Zum einen kann ich mich 100% dem Kommentar von Gwodomor anschliessen, zum anderen gibt es einige andere Quellen, die zumindest aussagen, dass das Vogelgrippe-Virus nicht einmal als solches klassifiziert wurde, sondern nur in seiner Struktur als ein mögliches verändertes tödliches Virus erscheint. Da ich weder Virologin noch Biologin bin, überlasse ich die Details anderen. Aber wenn - man hört + liest es selten aber es gibt diese Informationen doch - die Krankheitssymptome bei Tieren mit der s.g. Vogelgrippe identisch sind mit den Symptomen, die häufig in der und durch die Massentierhaltung vorkommen (schlechter Allgemeinzustand, schlechtes Immunsystem, schwer heilende Verletzungen, etc. pp.), dann wundere ich mich über die einseitige, panikmachende Art und Weise der Berichterstattung in ALLEN Medien, aber die Zeit ist auch hier heftigst dem Mainstream verfallen. Schade eigentlich, denn umfassende Information ist wichtig, und Panikmache schadet. Manchmal frage ich mich schon, ob es nicht einfach nur die Natur ist, die zurückschlägt und eine Spezies, welche die Lebensgrundlagen aller Lebewesen dieses Planeten zerstört, einfach nur in die Schranken weist - sozusagen mit Ausrufezeichen + Hinweisschildern. Gibt es dazu eigentliche keine fachlichen + sachlichen Hintergrund-Informationen oder ist das Sache von NGOs und Greenpeace ?
    Wir wünschen uns gut recherchierte + umfassende Information von einem eigentlich immer noch gut beleumundetem Medium wie der Zeit, oder auch der taz.

    Mit besten Grüssen !

    • nick90
    • 21.02.2006 um 17:41 Uhr
    8. H5N1

    Seid dem ich von dem pflanzlichen Inpfstoff gehört habe, das das H5N1 Virus(auch Influenza A genannt)und auch das H3N1 Virus(auch Influenza A-Variante genannt) hemmen soll und somit die Verbreitung der Viren stoppen soll, stelle ich mir die Frage ob man diesen Impfstoff auch beim menschen einsetzen kann um im falle einer Mensch zu Mensch übertragung die verbreitung zu stoppen.

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  • Quelle (c) ZEIT online, 15.10.2005
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  • Schlagworte Medizin | Virus
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