unwetter Stärkster Hurrikan aller Zeiten

Der Tropensturm „Wilma“ ist in wenigen Stunden zum stärksten jemals registrierten Hurrikan herangewachsen. Am Donnerstag werden auf Jamaica und den Kaiman-Inseln, sowie am Freitag in Teilen Mexikos und Kubas heftige Regenfälle erwartet

Wie der Hurrikan-Experte Thomas Sävert vom Wetterdienst Meteomedia mitteilte, lag am Mittwoch der Luftdruck im Zentrum des Sturmes mit 884 Hektopascal noch tiefer als bei dem bisherigen Spitzenreiter Gilbert aus dem Jahr 1988. Damals wurden 888 Hektopascal gemessen.

Wilma wirbelte am Mittwoch mit einer Geschwindigkeit von 280 Kilometern pro Stunde über das karibische Meer. Die Spitzenböen lagen bei 340 Stundenkilometern. Der Hurrikan erstreckte sich am Mittwochvormittag von Kuba bis zur mexikanischen Halbinsel Yukatan. Sein Zentrum zog mit nur 13 Stundenkilometern nach Nordwesten.

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Am Mittwochmorgen war Wilma zum Sturm der Kategorie fünf hochgestuft worden. Die Meteorologen des Hurrikanzentrums in Miami ordneten den Wirbelsturm in ihrem jüngsten Bericht als „extrem gefährlich“ ein.

Der Hurrikan befand sich am Mittwoch rund 590 Kilometer südöstlich der mexikanischen Küste und 270 Kilometer südlich der Kaiman-Inseln. Nach Berechnungen der amerikanischen Marine in Norfolk wird Wilma nach Norden ziehen und am Freitag oder Samstag zwischen der Nordspitze von Yukatan und Westkuba den Golf von Mexiko erreichen. Dann werde er sich auf Südflorida zubewegen, wo er nach dem Wochenende erwartet wird.

Wilma ist nach Katrina und Rita , die in den USA große Verwüstungen angerichtet hatten, der dritte Wirbelsturm der höchsten Kategorie in diesem Jahr. Der Wirbelsturm ist der zwölfte Hurrikan der Saison. Diese Anzahl der Wirbelstürme wurde in der bis 1851 zurückreichenden Statistik bisher nur 1969 beobachtet.

Schon  am Dienstag waren Teile Kubas von schweren Regenfällen heimgesucht worden. Wegen Überschwemmungen wurden nach Angaben der Behörden des Karibikstaates rund 5000 Menschen in den östlichen Landesteilen in Sicherheit gebracht.  200 Gebäude seien beschädigt worden. Heftige Regenfälle werden vor allem am Donnerstag auf Jamaika und den Kaiman-Inseln und am Freitag im Westen Kubas sowie im im mexikanischen Yukatan befürchtet, wo auch die Ferienzentren von Cancun und Cozumel betroffen sein werden.

Eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern warnt in einer neuen Studie zur globalen Erderwärmung vor neuen Fluten, Dürreperioden und Hitzewellen in den USA. Extreme Wetterlagen würden sich in den nächsten 100 Jahren verschärfen, heißt es in dem Bericht von Forschern der Purdue University (US-Bundesstaat Indiana) und des Internationalen Zentrums für Theoretische Physik in Triest (Italien).

 
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