Regierung Endspurt zur Koalition
Nach vier Wochen zäher Verhandlungen ist es soweit: Der Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD soll heute fertig werden
Union und SPD stehen nach dpa-Informationen unmittelbar vor dem Abschluss einer großen Koalition. Aus Kreisen der Verhandlungsdelegation verlautete, dass inzwischen auch ein Kompromiss bei der so genannten Reichensteuer so gut wie gefunden sei. Danach würde es einen Steuerzuschlag für Topverdiener geben. Ausgenommen blieben aber die gewerblichen Einkünfte. Damit solle verhindert werden, dass Arbeitsplätze verloren gingen. Endgültig muss der Kompromiss noch von der großen Koalitionsrunde verabschiedet werden, die sich am Nachmittag trifft.
Bis zum Abend soll die Vereinbarung über die gemeinsame Arbeit der kommenden Jahre stehen. Unterzeichnet werden soll der Vertrag eine Woche später, am 18. November.
CDU-Chef Edmund Stoiber sagte, man sei auf den "letzten Zentimetern". Auch im Streit über die Lockerung des
Kündigungsschutzes deutet sich ein Kompromiss an. Die Verlängerung der
Probezeit bei Neueinstellungen auf zwei Jahre könne für Betriebsgrößen
ab 15 statt der bisher vorgesehenen 10 Beschäftigten gelten, sagte der
künftige CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla am Rande einer Sitzung des
Unionsfraktionsvorstandes.
Die designierte Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte nach dpa-Informationen am Freitag im Fraktionsvorstand: "Im Koalitionsvertrag wird Erstaunliches gelungen sein, was ich vor vier Wochen noch nicht gedacht hätte."
Bereits am Donnerstag hatten sich die Parteien darauf verständigt, die Mehrwertsteuer zum 1. Januar 2007 gleich um drei Punkte auf 19 Prozent anzuheben. SPD-Finanzexperte Joachim Poß hält diese Erhöhung für unvermeidbar. Man werde um diese Maßnahme „nicht herumkommen zum Haushaltsausgleich“, sagte er im ZDF. Die Anhebung von jetzt 16 auf 19 Prozent sei aber „etwas happig“ und eine „Gesichtswahrungsmaßnahme“ für die Union, da „man einen Punkt extra für die Umfinanzierung im Zusammenhang mit den Lohnnebenkosten nimmt“. Das bringe nichts für die Beschäftigung und erhöhe nur die Gefahr, dass das Wachstum abgebremst wird, so der SPD-Fraktionsvize.
Zudem vereinbarten Union und SPD einen milliardenschweren Zukunftsfonds, der Impulse für Wachstum und Beschäftigung schaffen soll. Für diesen Fond werden notfalls auch die deutschen Goldreserven angetastet. Ferner soll der Bund für das neue Investitionsprogramm Vermögen wie etwa Immobilien zur Verfügung stellen, so dass der Fonds selbst Einnahmen verwalten kann. Pro Jahr soll eine Milliarde Euro für die Verkehrsinfrastruktur aufgewendet, außerdem Forschung und Entwicklung sowie das Elterngeld finanziert werden.
Die Vereinbarungen wollen das 35-Milliarden schwere Finanzloch im Bundeshaushalt durch Ausgabenkürzungen stopfen. Die Parteien beabsichtigen die Pendlerpauschale zu reduzieren und die Eigenheimzulage komplett zu streichen. Ein Teil der Einnahmen aus der höheren Mehrwertsteuer soll dazu genutzt werden, die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung zu senken.
- Datum 01.04.2009 - 07:37 Uhr
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- Quelle (c) dpa, 11.11.2005
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Und denk ich an Deutschland in der Nacht,
so bin ich um den Schlaf gebracht.
Die alten Heine-Worte haben noch immer ihre Gültigkeit nicht verloren.
Nur Herr Trittin singt beschwingt:"
"Morgen Kinder, wird´s was geben,
morgen werden wir uns freun,
Welch ein Jubel, welch ein Leben,
wird in unsrem Windpark sein.
Einmal werden wir noch wach.
Heißa, dann ist Steuerweltspartag."
korfstroem
http://korfstroem.blogg.de
Es soll nach den 'alten' Rezepten gehandelt werden. Jahrelang haben die nicht zum Erfolg geführt - aber gemeinsam wird das Vermögen von unten nach oben verteilt. Bevor man den kleinen Leuten das Geld aus der Tasche zieht sollte man sich doch überlegen wie man mit alten 'Neuen' Ideen den Haushalt sanieren kann. Warum wird nicht erst das Steuersystem vereinfacht, das Subventionskarusell ausgeschaltet, die Steuerhinterziehung angegangen? Alleine die Vereinfachung des Steuersystems dürfte zig Milliarden Kosten sparen, die freigesetzten Kräfte sollten dann in die Steuerfahnung. Abschreibungen von Kosten, insbesondere wenn sie keine Arbeitsplätze bringen, sollten nicht mehr möglich sein. Jeder Arbeitnehmer muss von seinen Einnahmen Steuern zahlen - die Aufwendungen aus dem Nettogehalt werden nicht berücksichtigt - warum soll dieses nicht auch für Firmen gelten. Warum nicht die Riesengenwinne durch Steuern abschöpfen anstatt die Steuern von einem Familienvater mit 1.800 Euro mtl. in Form von höherer Mehrwertsteuer fordern?
Die Politiker sollten man bei den Wissenschaftlern an den Uni nachfragen was diese vorschlagen - nicht bei Instituten die der Wirtschaft ergeben sind.
Was jetzt ablaufen soll, der Entzug von Geld bei den kleinen Leuten - um die Gewinne noch größer werden zu lassen und den wohlhabenden die Abschreibungen zu finanzieren - ist weder christlich noch sozial, und der Konjunktur nicht zuträglich.
Wer muss all sein Geld für den Einkauf verwenden - die kleinen, bei den wohlhabenden sind doch eher die Übelegungen welche Aktie ich anlegen kann.
Es geht mir einfach die Hutschnur hoch wenn ich diese geistigen Tiefflieger in Berlin sehe, die die Wirklichkeit eines normalen Arbeiters/Angestellen kaum vor Augen haben können.
Meine Forderung: Steuersystem vereinfachen, Subventionen und Ausnahmen von der Steuerpflicht defacto abschaffen - dann wird man weitersehen.
Eine Politik wie sie jetzt ansteht - gebt sie den Hasen, zusammen mit den Politikern.
Herr, wirf Hirn vom Himmel - wahrscheinlich nützt dies bei diesen Hirnen wenig, sie sitzen ja gut beschirmt.
Jetzt haben wir die Merkelsteuer - gleich 3% und nur 1% davon werden zu der versprochenen Senkung der Lohnnebenkosten verwendet. Auch die Erhöhung der Rentenbeiträge wird nicht mehr ernsthaft dementiert... Im Gegensatz zu der nassforschen Wirtschafts-CDU aus dem Wahlkampf, klingen die Verhandlungsergebnisse von CDU/SPD nun sehr nach der Ära Kohl: kaum wird ein Finanzloch entdeckt (auch wenn es vielleicht gar nicht so groß ist, wie behauptet), wird es mit Steuer- oder Beitragserhöhnungen zugestopft. Und die Lobbyisten haben wieder mal gesiegt - nur ein paar kosmetische Subventionskürzungen und vor allem in Bereichen, in denen es möglichst alle betrifft (wohl in der Hoffnung auf weniger organisierten Widerstand zu treffen). Dann lasst uns mal den Geldbeutel fest verschlossen unter dem enger geschallten Gürtel verstecken...
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