wetter »Wie aus einem Film über Sibirien«Seite 2/2
»So etwas kennt man sonst nur aus Filmen über Sibirien«, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei Wuppertal angesichts der bis zu einem Meter hohen Schneewehen auf der A 1. Die A 31 bei Gronau war 46 Stunden lang gesperrt. Dort wie an vielen anderen Orten waren Starkstromkabel der Überlandleitungen von den Masten gerissen und hingen gefährlich nahe über der Fahrbahn.
Tausende Autofahrer mussten die Nacht zum Samstag in ihren Wagen verbringen. Lastwagenfahrer luden Frierende in ihre geheizten Führerhäuser ein. Der Winterdienst war mit seinen fast 700 Fahrzeugen rund um die Uhr im Einsatz und streute 1500 Tonnen Salz.
Bei der Bahn ging vielfach nichts mehr. 216 Züge verspäteten sich um insgesamt knapp 117 Stunden, viele Strecken waren unpassierbar. Am Hauptbahnhof Münster nächtigten rund 50 Menschen in einem Luftschutzbunker, weil weder Züge noch Taxis verkehrten und umliegende Hotels ausgebucht waren.
Auch das Ruhrgebiet war von den Schneefällen stark betroffen. Die Verkehrsbetriebe in Essen stellten zeitweise den Betrieb ein. »Wir haben hier fast den idealen Verkehrszustand erreicht - nämlich den Stillstand«, sagte ein Polizeisprecher. Der Handel konnte hier den ersten Adventssamstag als Einnahmequelle praktisch streichen.
Für die katastrophalen Staus machten die Behörden nicht zuletzt Lastwagen verantwortlich, die mit Sommerreifen unterwegs waren, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Wegen der quer stehenden Transporter seien die Räumfahrzeuge kaum durchgekommen.
Auch in Europa waren die Folgen der Polarkälte zu spüren: In Frankreich kam der Verkehr streckenweise völlig zum Erliegen, in Großbritannien verbrachten viele Autofahrer die Nacht zum Samstag in Notunterkünften, in den Niederlanden mussten Zehntausende frierend ohne Elektrizität auskommen. Der Pariser Eiffelturm wurde wegen Schneetreibens zeitweise für Besucher geschlossen.
- Datum 30.11.2005 - 12:25 Uhr
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- Quelle (c) ZEIT online, dpa, 27.11.2005
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Seit wann gibt es Lastwagen mit Sommerreifen? Ich habe jedenfalls noch nie einen solchen gesehen. Die Probleme liegen wohl darin, dass einige Fahrer zu bequem sind, um bei derartigen Witterungsverhältnissen Schneeketten anzulegen.
Wo ist denn Herr Latif, der uns das ganze Chaos mit der vergrößerten Klimavariabiliät aufgrund der durch Menschen verursachten Globalen Erwärmung erklärt?
"An einem einzelnen Ereignis kann man das natürlich nicht festmachen. Aber auf mehrere solcher Ereignisse müssen wir uns in der Zukunft einstellen !"
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