Einführung

Warum Genreübersichten?

Noch nie gab es so viele verschiedene Musiken wie heute. Wer den Überblick verloren hat, kann sich hier neu orientieren

Noch nie gab es soviel faszinierende Musik wie heute, und noch nie wurde sie so wenig im Radio gespielt. Noch nie war das Interesse an Musik so groß, und noch nie fühlten sich so viele Hörer so unsicher, weil sie sich in Hunderten von Stilrichtungen nicht mehr zurechtfinden.

Wir von ZEIT Online unternehmen nun den Versuch, das zu ändern. Nicht nur, indem wir Sie täglich über Musiker und Musiken aus den unterschiedlichsten Bereichen informieren, sondern auch, indem wir die Grundlagen erklären.

In der Rubrik Genreübersichten, die wir nach und nach ausbauen, finden Sie musikalische Genres von kundigen Autoren kurz und prägnant erläutert. Wie eine bestimmte Art von Musik in die Welt kam, was aus ihr wurde und was uns heute besonders interessant erscheint.

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Natürlich ist das nicht ganz einfach, eigentlich sogar unmöglich angesichts der schieren Vielfalt. Aber uns fordert das heraus, und Sie hoffentlich auch.

Unsere Genreübersichten wollen kein Kanon sein, sondern ein Einstieg. Und unsere Autoren verstehen sich nicht als Päpste ihres Spezialwissens, sondern als Vermittler.

Ihre Artikel müssen der Sache nach unzulänglich bleiben, und zugleich sind sie aller Mühen wert. Wir haben es auf die Formel „subjektiv-lexikalisch“ gebracht.

Damit das nicht im Abstrakten bleibt, unterlegen wir die Abrisse mit Ausschnitten charakteristischer Stücke. Also können Sie nicht nur lesen, sondern auch hören – und verstehen.

Wir beginnen mit Reggae, HipHop, Elektronika, Free Jazz, Deutsch-Pop, Funk und Punk. Es folgen Independent Rock und Country.

Über Ihre Anregungen und Ihre Kritik freuen wir uns. Schreiben Sie uns an genres@zeit.de oder nutzen Sie die Kommentarfunktion am jeweiligen Artikel.

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Leser-Kommentare

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,
    hier mein Vorschlag für eine der nächsten "Genres":
    "Progressive Rock"
    Bands wie Genesis, Pink Floyd, Yes, Mike Oldfield und King Crimson schufen wunderbare Klangwelten losgelöst vom damals üblichen Pop.
    Obwohl sich diese Musikrichtung bis heute gehalten hat und sich immer weiterer Beliebtheit erfreut, scheint dieser Stil doch eher ein Schattendasein zu fristen.
    Vielleicht ist es an der Zeit gerade jetzt eine Lanze für diese Musik zu brechen; erst recht da es hierzulande ebenfalls Bands gibt, die sich nicht dem kommerziellen Erfolgsdruck ergeben.
    Ein wunderbares Beispiel ist hier die Hamburger Band SYLVAN. Ein in diesem Jahr erschienenes Album mit dem Titel "Posthumous Silence" wurde in der Prog-Szene weltweit gelobt - aber bezeichnenderweise verbleiben solche Perlen in ihrer Nische ebenso wie andere Bands.
    Marillion, IQ, Saga, Dream Theater, etc.
    Vielleicht sollte man die Gelegenheit ergreifen und dieses Genre über "Die Zeit" einfach mal wieder in das Gedächtnis der Leserschaft zu rufen.
    Vielen Dank.
    G. Waasem

  2. 2. \N

    Ich würde gern kluge Beiträge über Swing & Easy Listening lesen. Einer der wichtigsten Begründer dieses Genres, Bert Kaempfert (übrigens gebürtiger Hamburger), kommt in Ihrem geschätzten Blatt so gut wie gar nicht vor. Im Archiv habe ich vier Beiträge gefunden, die seine Bedeutung für die Musikgeschichte nur leise ahnen lassen. Unter dem Titel 'Strangers In The Night - the music of Bert Kaempfert' beginnt übrigens am 21. November 2006 eine Konzerttournee mit Solisten aus der original Bert-Kaempfert-Orchester -Besetzung: Ack van Rooyen, Jiggs Wigham, Herb Geller, Ladi Geisler. Ferner sind dabei Sylvia Vrethammer, Joja Wendt, Marc Secara, Berlin Voices und die hr-Big Band in großer Orchesterformation.
    Mit freundlichen Grüßen - Peter Müller-Kania, Wedel

  3. Echter Indie, gefühlter Flow, gute Kompositionen, vergessener Mainstream, unvergessene Interviews und kritische Beiträge: Ließ& hör es doch mal unter www.entre-vista.de, das Blog mit Rhythmus im (spanischen)Blut! Eine bessere Genreübersicht gibt es nicht.

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  • Von Ulrich Stock
  • Datum 14.5.2007 - 05:12 Uhr
  • Quelle (c) ZEIT online 30.11.2005
  • Kommentare 3
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