Integration Kein Muslimtest mehr

Baden-Württemberg will nun doch nicht alle Muslime befragen, sondern den Gesprächsleitfaden variabel einsetzen

Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech hat am Donnerstag vor dem Bundestag den Gesprächsleitfaden verteidigt, den das Bundesland einsetzt, um die Gesinnung von einbürgerungswilligen Ausländern zu prüfen. Sein Land verlange nicht mehr "als ein klares Bekenntnis zu unserer verfassungsmäßigen Ordnung". Jedoch bestimmte Rech die Zielgruppe des Fragebogens neu: "Bei Bewerbern aus islamischen Ländern soll der Leitfaden keineswegs ausnahmslos auf alle Bewerber angewendet werden", sagte er. Der CDU-Abgeordnete Clemens Binninger stützte Rechs Position: "Im Gesprächsleitfaden wird nicht nach der Religion gefragt." Keine Frage beinhalte das Wort "Muslim".

Anlass der Debatte war ein Antrag der Grünen. Sie wollten die Bundesregierung auffordern, die Verwaltungsvorschriften so zu ändern, dass die baden-württembergischen Gesinnungsfragen unmöglich würden. Der Bundestag lehnte den Antrag ab. SPD, CDU und FDP wandten sich mehrheitlich gegen den Antrag; einzig die Linkspartei unterstützte die Grünen.

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Muslime, die sich um einen deutschen Pass bewerben, müssen sich in Baden-Württemberg seit Jahresbeginn einem umstrittenen Gesinnungstest unterziehen. Das Stuttgarter Innenministerium hat den Gesprächsleitfaden entwickelt. Die Anworten der Antragsteller auf 30 Fragen werden protokolliert und müssen abschließend unterzeichnet werden. Der Antragsteller unterschreibt, dass er darauf hingewiesen wurde, dass "unwahre Angaben" zur "Rücknahme der Einbürgerung führen können"; selbst, wenn er dadurch staatenlos würde. Gefragt wird unter anderem nach der Haltung zu Homosexuellen, Frauen als Vorgesetzten und Gewalt in der Familie.

Indem sie die Zielgruppe des Fragebogens neu bestimmen, reagieren Rech und Binniger auf die Kritik, der Test diskriminiere eine Gruppierung und verstoße so gegen das Grundgesetz. Als der Fragenkatalog zu Jahresbeginn eingeführt wurde, bezweifelte das Innenministerium offiziell "ob bei Muslimen generell davon auszugehen sei, dass ihr Bekenntnis bei der Einbürgerung auch ihrer tatsächlichen inneren Einstellung entspreche". Diese Zweifel auszuräumen war nach damaligen Aussagen des Innenministeriums das Ziel des Gesprächsleitfadens. Er wird derzeit auf die Einbürgerungsbewerber aus den 57 islamischen Staaten, die der Islamischen Konferenz angehörten, angewandt.

Rech bleibt dabei, dass der Leitfaden auch bei anderen Bewerbern genutzt werden werden könne. "Wenn entsprechende Zweifel vorliegen." Das ergebe sich schon daraus, dass das Bekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung eine Einbürgerungsvoraussetzung für alle Bewerber sei.

Der Grünen-Abgeordnete Josef Winkler hofft, dass Rech bei seiner neuen Interpretation der Zielgruppe bleibe: "Er muss das, was er heute gesagt hat auch in Baden-Württemberg vertreten", sagte Winkler ZEIT online. Damit sei zumindest Bewegung in die Debatte um den Fragebogen gekommen. Seine Partei gebe sich mit dem Ergebnis jedoch nicht zufrieden: "Wir brauchen diesen Leitfaden nicht."

Für die Sozialdemokraten kritisierte Michael Bürsch den Gesinnungstest scharf: Es sei das Ergebnis einer "verfehlten Anwendung des Staatsbürgerschaftsrechts" und ein abschreckendes Beispiel für Integrationspolitik. Man könne damit weder Verfassungsfeinde finden, noch Zuwanderer integrieren. Auch gesellschaftliche Fragen seien so nicht lösbar. Dennoch lehnte die SPD den Vorstoß der Grünen ab - wegen formaler Bedenken.

Der FDP-Innenpolitiker Hartfried Wolff ist ebenfalls strikt gegen den Fragebogen. Die CDU habe "der Integration einen Bärendienst erwiesen."  Auch die meisten Bundesländer sprechen sich gegen den Gesinnungstest aus. Konkrete Pläne hat allerdings das CDU-regierte Hessen: Der deutsche Pass soll erst nach einem bestandenen Test vergeben werden, der aber anders aussehen soll als der baden-württembergische Fragebogen. Er wird gerade erarbeitet.

 
Leser-Kommentare
    • Levico
    • 20.01.2006 um 12:44 Uhr
    1. Levico

    Wenn Moslems gegenüber "Ungläubigen" lügen dürfen, dann sparen wir uns doch sowohl den Test, als auch den deutschen Pass.

  1. Aus einem anderen Kommentar entnommen, der Link für mögliche Antworten, der Sinn und Unsinn in diesem Test etwas verdeutlicht:

    http://www.jurblog.de/jur...

    • Deta
    • 21.01.2006 um 1:41 Uhr

    Wo bleibt dann aber die Maxime "gleiches Recht für alle"? Wenn man in der Lage ist, dass Gesetz ständig so zu verändern, anzupassen und auszulegen, dass solche sinnlosen und vor allem wirkungslosen Versuche wie der Fragebogen zur Einbürgerung bei Muslimen möglich ist, warum ist es dann nicht möglich, "Menschen" rechtsradikaler Gesinnung ebenso zu befragen ob sie an den Rechtsstaat, das Grundgesetz glauben oder was gegen Homosexuelle haben? Man misst hier doch mit zweierlei Maß und ist nur auf Stimmenfang.
    Trotz aller Arroganz und Überheblichkeit die dieser Fragebogen wiederspiegelt, könnte ich, ja könnte ich vielleicht dem ganzen was abgewinnen wenn er irgendwas, nur eine klitze Kleinigkeit zur Integration beitragen könnte, oder auch nur einen radikalen Musilm von irgendwelchen Anschlagsplänen abbringen könnte. Aber das dies eine Illusion ist dürfte sogar den "Menschen" klar sein, die sich diesen Humbug mit dem Fragebogen haben einfallen lassen.

    So wird man z.B. gefragt ob man was gegen Homosexuelle hat. Wenn man mit nein antwortet, aber sich später anders verhällt, also doch was gegen Homosexuelle hat, kann man wieder ausgebürgert werden. Also bei allem Respekt, was hat die Einbürgerung mit der Einstellung zur Homosexualität zu tun? Ich möchte erst gar nicht wissen wie viele Teile der Deutschen Bevölkerung was gegen Homesexuelle haben. Wie soll man sich dann überhaupt als Deutscher fühlen können wenn man den Deutschen Pass hat, aber der konservative "Blutsdeutsche" Nachbar was gegen Homosexuelle haben darf, aber der frisch eingebürgerte Muslim nicht???????
    Da kann ich keine Logik finden, sondern nur Stimmungsmache!

    P.S: Der Punkt "Homesexualität" sollte hier nur als Beispiel dienen für alle übrigen Fragen!

  2. Bei einer Einbuergerung von Immigranten,egal woher sollte jeder auf das Grundgesetz vereidigt werden,adequate Sprachkenntnisse haben,nicht vom Staat ernaehrt und nicht vorbestraft sein...mehr ist eigentlich nicht notwendig.

    • Deta
    • 20.01.2006 um 17:00 Uhr

    Nach Ihrer Logik müssten man dann Rechtsradikale und Neo-Nazis ausbürgern und ausweisen. Denn Neo-Nazis sind gegen das Grundgesetzt und drücken dies sogar mit Gewalt aus. Sie ernähren sich oft vom Staat, da viele von Ihnen arbeitslos sind und von HartzIV leben. Und fast 80 % von denen sind vorbestraft.
    Wenn Sie bei solchen "Menschen" die gleichen Kriterien ansetzten, bin ich ganz bei Ihnen.

    Sollten Sie dies nicht tun, dann wahrscheinlich nur weile diese "Menschen" "Blutsdeutsche" sind oder "deutsche Gene in sich tragen". Wenn Sie aber so denken, sind Ihre Argumente/Ideen, die für Immigranten gelten sollen, nur ein Hinweis, dass Sie Angst vor allem Fremden haben. Ergo wäre Ihre Argumentation völlig unplausibel und somit nichts weiter als Polemik.

  3. 6. Lüge!

    Natürlich will "Baden-Württemberg(CDU)" alle Muslime befragen, können es aber nicht zugeben, weil es sonst zugeben müsste, gegen das Grundgesetzt, insbesondere der Religionsunabhängigen Gleichbehandlung, zu verstoßen.

    Aus diesem Grund manövrieren sich die Verantwortlichen in peinliche Aussagen:

    "Der Antragsteller unterschreibt, dass er darauf hingewiesen wurde, dass "unwahre Angaben" zur "Rücknahme der Einbürgerung führen können"; selbst, wenn er dadurch staatenlos würde."

    Da es ein Meinungstest ist, hat man also dann als Deutscher kein Recht mehr, seine Meinung zu ändern, was wieder gegen die Meinungsfreiheit verstößt.

    Der Fragebogen ist unter dem Aspekt einer Gesinnungsüberprüfung schwachsinnig, weil keiner so blöd sein dürfte, hier und da im Fall der Notwendigkeit zu lügen.

    Der Fragebogen macht nur Sinn, wenn ein Werkzeug zur willkürlichen Ablehnung von Staatsbürgerrechten gebraucht wird. Die Fragen sind nämlich so strukturiert, dass man selbst bei Rechtskonformen Antworten unter einen Generalverdacht fallen kann, und damit auch fallen wird.

  4. Schließe mich in dem Punkt an, natürlich würde ich gerne alle Neonazis ausbürgern und rausschmeißen, und auch gerne alle anderen chronisch Kriminellen. Geht aber leider von Gesetzes wegen nicht.
    Dann kann ich aber wenigstens die rausschmeißen, bei denen es geht, wenn sie unsere Rechtsordnung (die der Ungläubigen) nicht beachten oder sogar loswerden wollen.
    In diesem Sinne...

  5. Die Fragen verraten recht deutlich, worum es geht und das nicht alle Bevölkerungsgruppen gemeint sind. Außerdem verraten sie eine Menge über das Selbstbild der deutschen Autoren.
    Ich habe mir den Spaß gemacht, die 30 Fragen einmal kommentierend zu beantworten.

    1. Das Bekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes für die
    Bundesrepublik Deutschland umfasst die Werteordnung des Grundgesetzes, die inhaltsgleich für alle Staaten
    der Europäischen Union gilt. Dazu gehören unter anderem der Schutz der Menschenwürde, das
    Gewaltmonopol des Staates, das heißt, außer dem Staat darf in der Bundesrepublik Deutschland niemand
    Gewalt gegen einen anderen anwenden, es sei denn in Notwehr. Der Staat selbst darf Gewalt nur auf Grund
    einer gesetzlichen Ermächtigung anwenden sowie die Gleichberechtigung von Mann und Frau.
    Entsprechen diese Grundsätze Ihren persönlichen Vorstellungen?

    Antwort: Wer unbedingt eingebürgert werden will, wird diese Aneinandereihung der ersten zehn Artikel des Grundgesetzes ohne zu zögern unterschreiben.
    Aber was ist eigentlich mit den Wahlberechtigten, die in der Straßenbahn bei jeder Gelegenheit nach der Todesstrafe rufen oder am liebsten jeden Ladendieb erschlagen möchten? Und die Männer, die ihre Frauen misshandeln und keine Muslime oder Ausländer sind.
    Werden die auch getestet? Und wenn ja: werden sie danach ausgebürgert?

    2. Was halten Sie von folgenden Aussagen? Demokratie ist die schlechteste Regierungsform, die wir haben,
    aber die beste, die es gibt. Die Menschheit hat noch nie eine so dunkle Phase wie unter der Demokratie
    erlebt. Damit der Mensch sich von der Demokratie befreien kann, muss er zuerst begreifen, dass die
    Demokratie den Menschen nichts Gutes geben kann ...

    Antwort: Der erste Satz ist wohl einem Analphabeten geschrieben worden. Der Rest wird von jedem Rechtsradikalen freudig auf der Straße bejaht – und von vielen braven Bürgern in der Kneipe. Letztes Jahr gab es über 10.000 rechtsradikal motivierte Straftaten (siehe Verfassungsschutzbericht, erhältlich beim Bundesamt für Verfassungsschutz).
    Werden unsere rechtsradikalen Mitbürger des Landes verwiesen? Und wer nimmt sie auf?

    3. In Filmen, Theaterstücken und Büchern werden manchmal die religiösen Gefühle von Menschen der
    unterschiedlichen Glaubensrichtungen verletzt. Welche Mittel darf der Einzelne Ihrer Meinung nach
    anwenden, um sich gegen solche Verletzungen seines Glaubens zu wehren, und welche nicht?

    Antwort: Nur die größten Dumpfbacken werden an dieser Stelle angeben, dass sie den Krummsäbel einsetzen oder bei nicht – muslimischer Herkunft, den alten Wehrmachtskarabiner des Großvaters.
    Aber was ist mit deutschen christlichen Fundamentalisten, die sich furchtbar aufgeregt haben, als es in einem Hollywood – Film darum ging, dass Jesus vielleicht was mit Maria Magdalena hatte? Werden die an den Vatikan ausgeliefert?

    4. Wie stehen Sie zu Kritik an einer Religion? Halten Sie diese für zulässig? Setzen Sie sich damit
    auseinander?

    Antwort: Wer hier zugibt, dass er am liebsten jeden steinigen möchte, der seinen Propheten als Karikatur darstellt, muss Opfer einer Lobotomie geworden sein.

    5.In Deutschland können politische Parteien und Vereine wegen verfassungsfeindlicher Betätigung verboten werden. Würden Sie trotz eines solchen Verbots die Partei oder den Verein doch unterstützen? Unter welchen Umständen?

    Antwort: Und hier soll der Ausländer/Muslim, der ja wahrscheinlich schrecklich dumm ist, weil er keine deutsche Schule besucht hat, vom Stuhl hoch springen und in einer unverständlichen Sprache von sich geben, dass er so blöde ist, einem Beamten anzukündigen, dass er bei der erstbesten Gelegenheit eine strafbare Handlung begehen wird und trotzdem unbedingt Deutscher werden muss.

    6. Wie stehen Sie zu der Aussage, dass die Frau ihrem Ehemann gehorchen soll und dass dieser sie schlagen
    darf, wenn sie ihm nicht gehorsam ist?

    Antwort: Auch bei dieser Frage werden die Zuständigen Damen und Herren in Baden – Würtemberg wiederholt behaupten, es ginge nicht um einen speziellen Kulturkreis, sondern um jeden Möchtegerndeutschen. Die Autoren des Fragebogens scheinen jeden nicht – christlichen Menschen für einen Kretin zu halten.

    7. Halten Sie es für zulässig, dass ein Mann seine Frau oder seine Tochter zu Hause einschließt, um zu
    verhindern, dass sie ihm in der Öffentlichkeit Schande macht?

    Antwort: Wenn ich mich zutreffend erinnere, wurde die Republik in den letzten Jahren von Gerichtsprozessen erschüttert, in denen es darum ging, das Eltern ihre Kinder gefangen hielten und sogar verhungern ließen.
    Natürlich spielen bei diesem Fragebogen Vorurteile überhaupt keine Rolle.

    8. In Deutschland kann die Polizei bei gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Eheleuten einschreiten
    und zur Abwehr von weiteren Gefahren den Täter für einige Tage aus der Wohnung verweisen? Was halten
    Sie davon?

    Antwort: In Deutschland kann ein Polizist auch Platzverweise in der Stadt aussprechen. Das geschieht in Städten wie Bremen und Hamburg um die 70000 bis 80000 mal im Jahr. Wenn die Polizei auch so emsig bei Ehemännern eingreift, müssen mehr Single -Wohnungen angeboten werden.
    Als Muslim muss ich natürlich sagen: weiter so Deutschland.

    9. Halten Sie es für einen Fortschritt, dass Männer und Frauen in Deutschland kraft Gesetzes gleichberechtigt sind? Was sollte der Staat Ihrer Meinung nach tun, wenn Männer dies nicht akzeptieren?

    Antwort: Der Bericht über Gleichberechtigung in Deutschland hat unlängst gezeigt, dass Frauen in Deutschland bis zu 23 Prozent weniger Lohn bei gleicher Qualifikation erhalten.
    Die Fragestellung ist wohl von Stereotypen über die eigene Herrlichkeit formuliert worden.
    Zum zweiten Teil der Frage: gute Frage! Stellen sie sie doch mal den Politikern, die immer noch gegen die Gesamtschule sind.

    10. In Deutschland kann jeder bei entsprechender Ausbildung nahezu jeden Beruf ergreifen. Was halten Sie
    davon? Sind Sie der Meinung, dass bestimmte Berufe nur Männern oder nur Frauen vorbehalten sein sollten? Wenn ja, welche und warum?

    Antwort: Habe ich was verpasst? Sind die Arbeitslosen vor Schreck über die überbordenden Kreativität der Landesregierung von Baden – Würtemberg ausgewandert?
    Und dann erinnere ich mich noch daran, wie konservative Politiker vor nicht all zu langer Zeit verhindern wollten, dass Frauen arbeiten gehen. Das nannte man »Doppelverdiener« und war mit einer großen Pressekampagne verbunden. Schon vergessen?

    11. Welche Berufe sollte Ihrer Meinung nach eine Frau auf keinen Fall ausüben? Hätten Sie bei bestimmten
    Berufen Schwierigkeiten, eine Frau als Autoritätsperson anzuerkennen?
    Antwort: Spontan würde ich sagen: Bundeskanzlerin. Aber Spaß beiseite: eine Menge deutscher Matrosen, Bauarbeiter und Manager würde wahrscheinlich das Land verlassen müssen, wenn sie diese Frage ehrlich beantworteten.

    12. In Deutschland kann jeder selbst entscheiden, ob er sich lieber von einem Arzt oder einer Ärztin
    behandeln lässt. In bestimmten Situationen besteht diese Wahlmöglichkeit jedoch nicht: Notfall,
    Schichtwechsel im Krankenhaus. Würden Sie sich in einem solchen Fall auch von einer Ärztin (männlicher
    Einbürgerungsbewerber) oder einem Arzt (Einbürgerungsbewerberin) untersuchen oder operieren lassen?

    Antwort: Es gibt in Deutschland Sektenmitglieder, die würden sich überhaupt nicht behandeln lassen.
    Müssen die zum Christentum konvertieren?

    13. Man hört immer wieder, dass Eltern ihren volljährigen Töchtern verbieten, einen bestimmten Beruf zu
    ergreifen oder einen Mann ihrer Wahl zu heiraten. Wie stehen Sie persönlich zu diesem Verhalten? Was
    würden Sie tun, wenn Ihre Tochter einen Mann anderen Glaubens heiraten oder eine Ausbildung machen
    möchte, die Ihnen nicht gefällt?

    Antwort: Eine Menge Väter würden in diesen Fällen einen Tobsuchtsanfall bekommen. Nicht bei allen deutschen Vätern und Mütter ist die Moderne angekommen.
    Werden die nun umerzogen?

    14. Was halten Sie davon, dass Eltern ihre Kinder zwangsweise verheiraten? Glauben Sie, dass solche Ehen
    mit der Menschenwürde vereinbar sind?

    Antwort: Und wieder geht es ganz bestimmt nicht um einen bestimmten Kulturkreis. Baden – Würtemberg wird sicher behaupten, dass alle Völker außerhalb Deutschlands zu Zwangsehen neigen

    15. In Deutschland gehört der Sport- und Schwimmunterricht zum normalen Schulunterricht. Würden Sie
    Ihre Tochter daran teilnehmen lassen? Wenn nein: Warum nicht?

    Antwort: und hier hat jemand die vorgefertigten Formulare auf der Seite vom »Muslimmarkt« entdeckt. Doch was ist mit denen, die aus christlich – fundamentalistischen Gründen gegen nackte Beine sind? Davon sind viele sogar von Geburt Deutsche. Werden die demnächst per Gesetz zu Muslimen erklärt?

    16.Wie stehen Sie dazu, dass Schulkinder an Klassenausflügen und Schullandheimaufenthalten teilnehmen?

    Antwort: Was sind »Schullandheimaufenthalte«? Soll mit dieser Frage die Unverständlichkeit deutscher Wortschöpfungen demonstriert werden? Womöglich zur Abschreckung? Ansonsten antworte ich wie in der vorherigen Version der Frage.

    17. Ihre volljährige Tochter/Ihre Frau möchte sich gerne so kleiden wie andere deutsche Mädchen und Frauen auch. Würden Sie versuchen, dass zu verhindern? Wenn ja: Mit welchen Mitteln?

    Antwort: Ich erinnere mich an eine große Aktion in einer gewissen Zeitung vor zwei Jahren. Damals ging es um den freien Nabel deutscher Kinder im Angesicht deutscher Lehrer. Anschließend führten diverse Schulen im Norden der BRD die Schuluniform aus Kaisers Zeiten wieder ein.
    Werden diese Schulen nun zu exterritorialen Zonen erklärt?

    18. Bei Einbürgerungsbewerberinnen: Ihre Tochter möchte sich gerne so kleiden wie andere deutsche
    Mädchen und Frauen auch, aber Ihr Mann ist dagegen? Was tun Sie?

    Antwort: Eine Menge deutsch – stämmiger Frauen fliehen jedes Jahr in Frauenhäuser, weil ihr Mann ein Tyrann ist.
    Werden Frauenhäuser nun ins Ausland verlagert?

    19. Ihre Tochter/Schwester kommt nach Hause und erzählt, sie sei sexuell belästigt worden. Was tun Sie als
    Vater/Mutter/Bruder/Schwester?

    Antwort: Nach den Erkenntnissen und Gerichtsverfahren der letzten Jahren sind es Vater oder Bruder, die sich der Belästigung schuldig machen. Hier wird der Fremde als Synonym für das Böse und Verwerfliche stigmatisiert.

    20. Ihr Sohn/Bruder kommt nach Hause und erzählt, er sei beleidigt worden. Was tun Sie als
    Vater/Mutter/Bruder/Schwester?

    Antwort: Am liebsten würde ich in Ohnmacht fallen. Aber zur Frage: es ist schon fast eine Beleidigung zu erwarten, ein Einbürgerungsanwärter würde etwas anders antworten als » ich gehe zur Polizei« oder Ähnliches.

    21. Erlaubt das Grundgesetz Ihrer Meinung nach, seine Religion zu wechseln, also seine bisherige
    Glaubensgemeinschaft zu verlassen und ohne Religion zu leben oder sich einer anderen Religion
    zuzuwenden? Was halten Sie davon, wenn man wegen eines solchen Religionswechsels bestraft würde (z.B.
    mit dem Verlust des Erbrechts)?

    Antwort: Eine gute Frage. Schließlich leben wir in einem Land, in dem man zum Amtsgericht gehen muss, um seine unfreiwillige Mitgliedschaft in einer Religionsgemeinschaft zu beenden und keine (christliche) Kirchensteuer zu bezahlen.
    Und bestraft wird man in Deutschland übrigens, wenn man ohne Trauschein zusammen lebt. Dann muss man mehr Steuern bezahlen, als wenn man den Weg zum Standesamt findet.

    22. Sie erfahren, dass Leute aus Ihrer Nachbarschaft oder aus Ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis einen
    terroristischer Anschlag begangen haben oder planen. Wie verhalten Sie sich? Was tun sie? (Hinweis für die
    EBB: Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Dr. Nadeem Elyas, hat im ZdF am
    15.07.2005 - nach den Anschlägen in London - erklärt, die Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden sei
    für Muslime ein islamisches Gebot und kein Verrat!)

    Antwort: Und wieder sind natürlich nicht nur Muslime gemeint. Aber wenigstens wird die Antwort in Klammern gegeben. Bei den übrigen Fragen vielleicht auch zu empfehlen.

    23. Sie haben von den Anschlägen am 11. September 2001 in New York und am 11. März 2004 in Madrid
    gehört. Waren die Täter in Ihren Augen Terroristen oder Freiheitskämpfer? Erläutern Sie Ihre Aussage.

    Antwort: Na endlich springt die Katze aus dem Sack! Bei der Wehrdienstverweigerung wird man an dieser Stelle gefragt: Was tun sie, wenn sie mit ihrer Freundin im Park überfallen werden und sie zufällig ein MG dabei haben? Wenn sie dann sagen: Ich schieße! landen sie in der Uniform. Wenn sie sagen: ich schreie um Hilfe sind sie reif für den Zivildienst. Es gibt Kurse dafür. Atheisten lernen dort, wie sie richtig antworten müssen. Demnächst gibt es diese Kurse dann für muslimische Einbürgerungswillige.
    Werden diese Kurse dann verboten? Als terroristische Vereinigung? Stürmt die Polizei die Versammlung in Kampfanzügen?

    24. In der Zeitung wird manchmal über Fälle berichtet, in denen Töchter oder Ehefrauen von männlichen
    Familienangehörigen wegen unsittlichen Lebenswandels getötet wurden, um die Familienehre wieder
    herzustellen. Wie stehen Sie zu einer solchen Tat?

    25. Was halten Sie davon, wenn ein Mann in Deutschland mit zwei Frauen gleichzeitig verheiratet ist?

    Antwort: kommt auf die Frauen an, würde ich meinen. Aber hier sollen eindeutig Muslime aufs Glatteis geschubst werden.

    26. Wie beurteilen Sie es, wenn ein verheirateter Mann aus Deutschland in seinen früheren Heimatstaat fährt
    und dort ein zweites Mal heiratet?

    Antwort: der hat entweder zu viel Geld oder eine Menge Spaß. Aber der brave Einwanderer hat im Schnellkurs gelernt hier politisch korrekt für Konservative und Frauenrechtler blankes Entsetzen zu heucheln.

    27. Manche Leute machen die Juden für alles Böse in der Welt verantwortlich und behaupten sogar, sie
    steckten hinter den Anschlägen vom 11. September 2001 in New York? Was halten Sie von solchen
    Behauptungen?

    Antwort: Nichts! Und auch sonst kein Mensch, der morgens nicht mit dem Kopf gegen die Wand rennt.

    28. Ihre Tochter bewirbt sich um eine Stelle in Deutschland. Sie bekommt jedoch ein ablehnendes Schreiben. Später erfahren Sie, dass eine Schwarzafrikanerin aus Somalia die Stelle bekommen hat. Wie verhalten Sie sich?

    Antwort: Noch platter geht es nicht.

    29. Stellen Sie sich vor, Ihr volljähriger Sohn kommt zu Ihnen und erklärt, er sei homosexuell und möchte
    gerne mit einem anderen Mann zusammen leben. Wie reagieren Sie?

    Antwort: Ich schenke ihm eine Monatspackung Kondome. Die Beamten in Baden – Würtemberg haben wahrscheinlich erfahren, das Homosexuelle nach islamischem Gesetz von einer Mauer gestürzt werden müssen.

    30. In Deutschland haben sich verschiedene Politiker öffentlich als homosexuell bekannt. Was halten Sie
    davon, dass in Deutschland Homosexuelle öffentliche Ämter bekleiden?

    Antwort: Solange sie mir keinen Heiratsantrag machen. Aber für Bewerber: schön aufpassen im Kursus für die Gesinnungsbefragung in Baden – Würtemberg und sicher bald auch anderswo.

    Alois Kück, Mag. Politologie, Anglistik und Philosophie. Köln 2006.

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