Musikmix Gegen den Mainstream

Die legendären DJ-KICKS-Alben des Berliner Plattenlabels !K7 feiern Geburtstag. Eine Widmung

Doch mittlerweile hat die Wirklichkeit solche Klangvisualisierungen überholt, dergleichen wird höchstens noch an Kunsthochschulen gelehrt. Der Musikvideomarkt ist mehr in die Breite als in ästhetische Tiefen expandiert, und dasselbe gilt für die Vermarktung der DJ-Kultur auf Tonträgern. Wahllos wird alles, vom netten Indie-B-Seiten-Remix unter Musikerkumpels bis zum „Megarave mit internationalen Star-DJs“, als Mehrfach-CD wiedergekäut.

Doch die Macher von !K7 haben rechtzeitig gegengesteuert. 2006 feiern sie das zehnjährige Bestehen ihrer CD-Reihe DJ-KICKS. Als Stefan Struever 1995 zu !K7-Begründer Horst Weidenmüller stieß, entstand die Idee, die Kunst des Plattenmischens auch für den heimischen Hörer spannend zu machen. Namhafte Produzenten wurden gewonnen, die ihre ganz persönlichen Lieblingsmusiken aus unterschiedlichsten Sparten zum Endlosmix zusammenbastelten und jeweils ein exklusives eigenes Stück hinzufügten.

Viele dieser Remixstrecken gerieten zu wahren Künstlerportraits, etwa das DJ-KICKS-Album des Wiener Duos Kruder und Dorfmeister, das 1996 mit dem souligen Dub-Hit Black Baby einen Meilenstein setzte. Ob ein bekannter Musiker des Detroit Techno wie Claude Young den minimalistisch monotonen Bassbeat des Berliner Basic Channel Labels für sich reflektierte, oder ob Massive Attack-Sängerin Nicolette erst mit härtesten Breakbeat- und Drum&Bass-Krachern spielte, bevor sie im eigenen Song wieder die Souldiva rausließ - auf den Alben der DJ-KICKS-Serie geschah oft das Unerwartete.

Und weil mitfeiern so schön ist, gab es ein schönes Paket aus 10 einzelnen CD-Alben der DJ-KICKS-Reihe zu gewinnen! Die Lösung des DJ-KICKS-Preisrätsels lautete "Kings of Convenience", Petra Pfänder aus Dortmund meldete sich als Erste mit der richtigen Antwort, sie erhält in den nächsten Tagen ein CD-Paket von !k7.

 
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    • Quelle ZEIT online 24.2.2006
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    • Schlagworte Musik | Nina Hagen | Dortmund
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